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Acronis · Backup und Cyber Protection

Acronis Cyber Protect 16

Die On-Premises-Edition von Acronis für Backup und Cyber Protection, deren Management-Server im eigenen Netzwerk der Organisation läuft.

Kurzantwort

Acronis Cyber Protect 16 ist die On-Premises-Edition von Acronis Cyber Protect, deren Management-Server im eigenen Netzwerk der Organisation läuft. Backups und Management-Ebene können innerhalb der Unternehmensgrenzen bleiben; Funktionen wie Tape, Acronis Storage Node, Deduplizierung, PXE und Forensic Mode gibt es nur in diesem Modell. Umgekehrt werden EDR, Microsoft 365 Cloud-to-Cloud-Backup und Disaster Recovery as a Service ausschließlich in der Cloud-Bereitstellung angeboten.

Acronis Cyber Protect 16 ist die On-Premises-Edition von Acronis Cyber Protect, deren Management-Server im eigenen Netzwerk der Organisation läuft. Sowohl die Backups als auch die Management-Ebene können innerhalb der Unternehmensgrenzen bleiben; Funktionen wie Tape-Libraries, Acronis Storage Node, Deduplizierung, PXE-Server und Forensic Mode gibt es nur in diesem Modell. Umgekehrt werden EDR, Microsoft 365 Cloud-to-Cloud-Backup und Disaster Recovery as a Service ausschließlich in der Cloud-Bereitstellung angeboten.

Dieses Modell wird von Organisationen bevorzugt, die vertraglich oder durch interne Richtlinien beim Datenstandort und beim Standort der Management-Ebene eingeschränkt sind. Die Risikolage hinter dieser Entscheidung ist eindeutig: Der Verizon 2025 Data Breach Investigations Report berichtet nach der Auswertung von 22.052 Sicherheitsvorfällen und 12.195 bestätigten Datenschutzverletzungen aus 139 Ländern, dass Ransomware bei 44 % der Verletzungen im Spiel war; im Vorjahr lag dieser Anteil bei 32 %, und bei Verletzungen in KMU steigt er auf 88 % (Verizon DBIR, 2025). Derselbe Bericht nennt die im Vergleich zu großen Organisationen geringere Wahrscheinlichkeit, dass KMU über aktuelle und leicht zugängliche Backups verfügen, als Vorteil für Angreifer.

Als Sora Yazılım lizenzieren wir Acronis Cyber Protect 16 innerhalb der Acronis-Lösungsfamilie, installieren den Management-Server, entwerfen Schutzpläne und Aufbewahrungsrichtlinien und führen Wiederherstellungsübungen durch. Das abonnementbasierte, cloudverwaltete Gegenstück finden Sie auf der Seite Acronis Cyber Protect Cloud; die offiziellen Funktionsunterschiede beider Modelle stellen wir auf dieser Seite in einer Tabelle dar.

Was ist Acronis Cyber Protect 16 und was ändert die On-Premises-Bereitstellung?

Die kurze Antwort: Cyber Protect 16 ist das Bereitstellungsmodell, das denselben Schutz-Agenten verwendet, dessen Management-Server jedoch in der eigenen Infrastruktur der Organisation läuft. Die offizielle Dokumentation von Acronis unterscheidet die beiden Bereitstellungsmodelle so: In der On-Premises-Bereitstellung steht der Management-Server im Netzwerk der Organisation, in der Cloud-Bereitstellung in einem der Acronis-Rechenzentren. In beiden Modellen setzt der Agent nach der Verteilung eines Schutzplans auf eine Maschine die Schutzvorgänge 30 Tage lang fort, selbst wenn die Kommunikation mit dem Management-Server abbricht (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).

Die praktischen Folgen der On-Premises-Bereitstellung lassen sich in drei Punkten bündeln. Erstens bleiben Management-Verkehr und Konsolenzugriff innerhalb des Unternehmensnetzwerks; in Segmenten ohne oder mit stark eingeschränktem Internetzugang bleibt der Schutz verwaltbar. Zweitens sind Komponenten, die für eine unternehmensweite Backup-Infrastruktur typisch sind — Tape-Libraries, Acronis Storage Node, Deduplizierung, PXE-Boot-Server —, ausschließlich in diesem Modell nutzbar. Drittens fehlen in diesem Modell einige als Cloud-Dienst angebotene Funktionen; das ist kein Mangel, sondern eine architektonische Abgrenzung und muss vor dem Kauf bekannt sein.

Laut der offiziellen Dokumentation von Acronis sind Perpetual-Lizenzen (Dauerlizenzen) nur in der On-Premises-Bereitstellung nutzbar; auch die Backup-Ziele SFTP-Server, Tape-Geräte, Acronis Storage Node und Acronis Cyber Infrastructure sowie die Deduplizierung gibt es nur in diesem Modell, wobei Tape und Storage Node in der Standard-Edition nicht enthalten sind (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). An dieser Stelle ist ein ehrlicher Hinweis nötig: Die am 8. Juni 2026 aktualisierte offizielle Lizenz-Wissensdatenbank von Acronis listet ausschließlich Abonnement- und Cloud-Speicher-Lizenzschemata und erwähnt keine Perpetual-Lizenz (Acronis Support-KB 73387). Deshalb verifizieren wir die Erwartung „ich kann eine Dauerlizenz kaufen“ in der Angebotsphase gemeinsam anhand des aktuellen offiziellen Lizenzschemas von Acronis; wir verallgemeinern nicht.

Was ist der Unterschied zwischen Cyber Protect 16 und Cyber Protect Cloud?

Die kurze Antwort: Der Unterschied liegt nicht darin, wohin das Backup geschrieben wird, sondern wo der Management-Server läuft und welche Funktionen davon abhängig freigeschaltet sind. In beiden Modellen kann das Backup auf lokale Datenträger, in einen Netzwerkordner oder in die Cloud geschrieben werden. Die folgende Tabelle folgt den Zeilen der offiziellen Wissensdatenbank zum Funktionsvergleich von Acronis; der Zusatz „Advanced erforderlich“ bedeutet, dass die betreffende Funktion die Advanced-Edition voraussetzt.

FunktionCyber Protect 16 (On-Premises)Cyber Protect Cloud (Cloud)
Standort des Management-ServersEigenes Netzwerk der OrganisationAcronis-Rechenzentrum
Tape-Ziel und Tape-VerwaltungVorhanden (Advanced erforderlich)Nicht vorhanden
Acronis Storage Node als Ziel, ASN-Verwaltung und DatenkatalogVorhanden (Advanced erforderlich)Nicht vorhanden
DeduplizierungVorhanden (Advanced erforderlich)Nicht vorhanden
SFTP als Backup-ZielVorhandenNicht vorhanden
Unveränderlicher Speicher auf Basis von Acronis Cyber InfrastructureVorhanden (Advanced erforderlich)Nicht vorhanden
Unveränderlicher Speicher für Cloud-StorageNicht vorhandenVorhanden
PXE-ServerVorhanden (Advanced erforderlich)Nicht vorhanden
Forensic ModeVorhanden (Advanced erforderlich)Nicht vorhanden
Erneuter Domänenbeitritt nach der WiederherstellungVorhandenNicht vorhanden
Zentrales Dashboard für mehrere Management-ServerVorhandenNicht vorhanden
VMware vSphere Web Client Plug-inVorhandenNicht vorhanden
Endpoint Detection and Response (EDR)Nicht vorhandenVorhanden (Advanced erforderlich)
DLP Device Control / DLP Advanced LimitedNicht vorhandenVorhanden (Advanced erforderlich)
Microsoft 365 und Google Workspace Cloud-to-Cloud-BackupNicht vorhandenVorhanden
Direktes Backup in die Public Cloud (Azure, Amazon S3, S3-kompatibel)Nicht vorhandenVorhanden (Advanced erforderlich)
Backup mobiler GeräteNicht vorhandenVorhanden
Schutz vor Deinstallation des AgentenNicht vorhandenVorhanden
Disaster Recovery as a ServiceNicht vorhandenVorhanden
One-Click Recovery, Notary, eSign, Advanced Reports, gemeinsam genutzte Backup-RichtlinieVorhanden (Advanced erforderlich)Vorhanden (Advanced erforderlich)
Wiederherstellung BitLocker-geschützter Workloads, Intel TDT, Windows-Defender-Verwaltung, Synology-NAS-Backup, physischer DatenversandVorhandenVorhanden

Die Tabelle ist aus der am 23. Oktober 2025 aktualisierten offiziellen Wissensdatenbank zum Funktionsvergleich und aus der Produktdokumentation von Acronis zusammengestellt (Acronis Support-KB 73376, Acronis Cyber Protect 16 Web Help). Dieselbe Wissensdatenbank enthält auch Spalten zu Cyber Protect 17: Agentenloses Backup für Nutanix und Proxmox, Software-Inventar, Hardware-Inventar und die Geräteerkennung mit Device Sense sind in Cyber Protect 16 nicht enthalten, sondern kommen erst mit Cyber Protect 17. Bei der Versionsplanung berücksichtigen wir diese Abgrenzung.

Die Entscheidungsregel lautet in der Praxis: Muss die Management-Ebene zwingend innerhalb der Unternehmensgrenzen bleiben, wird eine Tape- oder Deduplizierungsarchitektur eingesetzt und stammt Detection and Response am Endpunkt aus einem anderen Produkt, dann ist Acronis Cyber Protect 16 die richtige Wahl. Stehen dagegen EDR, SaaS-Datenschutz und Disaster Recovery im Minutenbereich im Vordergrund, sollten Sie zu Acronis Cyber Protect Cloud wechseln. Auch hybride Konzepte mit beiden Modellen sind möglich; kritische Workloads können in der Cloud-Verwaltung, regulierte Daten in der On-Premises-Verwaltung liegen.

Welche Lizenz-Edition deckt welchen Workload ab?

Die kurze Antwort: Die Wahl der Edition hängt direkt vom Typ des zu schützenden Workloads ab. Die offizielle Lizenz-Wissensdatenbank von Acronis ordnet die Workload-Typen den Editionen wie folgt zu (Acronis Support-KB 73387, 08.06.2026):

Workload-TypStandardAdvancedBackup StandardBackup AdvancedEmail Archiving
WorkstationJaJaJaJaNein
Windows Server EssentialsJaNeinJaNeinNein
ServerJaJaJaJaNein
Virtual HostJaJaJaJaNein
Public Cloud VMJaJaJaJaNein
Universal LicenseNeinJaNeinJaNein
Microsoft 365NeinNeinJaJaJa
Google WorkspaceNeinNeinJaJaNein

Bei der Tabelle ist Folgendes zu beachten: Die Edition Backup Standard wird nicht mehr verkauft; sie kann nur von bestehenden Cyber-Protect-15-Kunden mit aktiver Wartung genutzt werden. In neuen Projekten fällt die Wahl deshalb praktisch zwischen Standard, Advanced und Backup Advanced. Laut der offiziellen Positionierung von Acronis umfasst Standard Standard-Backup und mehrschichtigen Schutz für KMU (Datenschutz-Landkarten, URL-Filterung und -Kategorisierung, Continuous Data Protection, Festplattengesundheit); Advanced ergänzt für größere und komplexere Umgebungen zusätzliche Workload-Unterstützung, gemeinsam genutzte Schutzpläne, die sichere Wiederherstellung von Backups, den Malware-Scan in Backups, Dashboard-Konfiguration und die Bewertung der Sicherheitslage; Backup Advanced bietet Gruppenverwaltung, gemeinsam genutzte Schutzpläne, Off-Host-Datenverarbeitung, Tape-Unterstützung, Deduplizierung und anpassbares Reporting (Acronis Lizenzierungsseite).

In Virtualisierungsumgebungen unterliegt der Lizenztyp einem eigenen Regelwerk. Laut derselben Wissensdatenbank werden für VMware und Hyper-V Virtual-Host- oder Per-VM-Lizenzen verwendet, und diese Umgebungen werden auch von der Standard-Edition unterstützt. In Umgebungen mit Azure Stack HCI, KVM, Nutanix und Citrix Hypervisor ist eine Per-VM- oder Virtual-Host-Lizenz erforderlich; diese werden jedoch nur in den Editionen Advanced oder Backup Advanced unterstützt. Bei Public Cloud VM deckt eine Per-VM-Lizenz drei virtuelle Maschinen ab und gilt in allen Editionen. Bei der Universal-Workload-Lizenz entspricht eine Lizenz einem Workload (physische Maschine, virtuelle Maschine oder Host) und ist nur in den Editionen Advanced und Backup Advanced verfügbar (Acronis Support-KB 73387).

Diese Regeln können dazu führen, dass zwei Organisationen mit derselben Serveranzahl völlig unterschiedliche Lizenzstrukturen benötigen. Wir veröffentlichen keine Preise; sobald Sie uns Ihr Workload-Inventar und Ihre Hypervisor-Verteilung mitteilen, erstellen wir ein Angebot, das mit der richtigen Edition und dem passenden Lizenztyp dimensioniert ist. Erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.

Welche Virtualisierungsplattformen und Backup-Ziele werden unterstützt?

Die kurze Antwort: VMware vSphere und Hyper-V werden auf Hypervisor-Ebene (agentenlos) gesichert, einige Plattformen dagegen ausschließlich mit einem Agenten im Gastbetriebssystem. Die offizielle Support-Matrix von Acronis hält fest: VMware vSphere 4.1–8.0 und Hyper-V (Windows Server 2008 – Windows Server 2025) werden agentenlos gesichert; Scale Computing HyperCore 8.8–9.4 wird agentenlos unterstützt; Proxmox VE 7.x/8.x sowie Citrix XenServer / Hypervisor 4.1.5–8.2 werden nur mit einem Agenten im Gastbetriebssystem gesichert (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).

Bei virtuellen Maschinen in der Cloud sind die Grenzen schärfer. Virtuelle Maschinen in Microsoft Azure lassen sich nur im Cloud-Bereitstellungsmodus agentenlos sichern; Amazon-EC2-Instanzen werden agentenlos nicht unterstützt, sondern nur mit einem Agenten im Gastbetriebssystem. Für mit oVirt verwaltetes Red Hat Virtualization 4.2–4.5 ist agentenloses Backup nur in der Cloud-Bereitstellung und mit einer Advanced-Lizenz möglich (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). In gemischten Umgebungen beeinflussen diese Punkte unmittelbar die Entscheidung, welcher Workload in welchem Bereitstellungsmodell verwaltet wird.

Auf der Seite der Backup-Ziele unterstützt Cyber Protect 16 offiziell Folgendes: Cloud-Speicher, lokaler Ordner, Netzwerkordner (SMB/CIFS/DFS), Acronis Cyber Infrastructure, NFS-Ordner (Linux und macOS), Secure Zone und SFTP — wird bei SFTP kein Port angegeben, wird 22 verwendet. Backups auf FTP-Server werden nicht unterstützt; auch Backups in Ordner mit anonymem Zugriff werden nicht unterstützt (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). Tape-Libraries und Acronis Storage Node sind wiederum nur in der Advanced-Edition und nur in der On-Premises-Bereitstellung nutzbar.

Die richtige Dimensionierung der Speicher- und Serverschicht ist der kritischste Teil dieses Designs. Die Leistung des Backup-Speichers bestimmt unmittelbar die Wiederherstellungsdauer, und in den meisten Organisationen entsteht der Engpass nicht beim Schreiben, sondern beim Lesen. Steht eine Hardware-Erneuerung oder der Aufbau eines neuen Backup-Speichers an, planen wir die Kapazität gemeinsam über unsere HPE-Serverlösungen und unsere Dell-Serverlösungen; für Anforderungen in den Bereichen Virtualisierung, Monitoring und Automatisierung kommen unsere DevOps- und Infrastrukturleistungen hinzu.

Wie werden On-Premises-Backups gegen Ransomware geschützt?

Die kurze Antwort: Zwei Mechanismen sind entscheidend — unveränderlicher (Immutable) Speicher und starke Verschlüsselung. In der On-Premises-Bereitstellung erfordert der unveränderliche Speicher Acronis Cyber Infrastructure 6.0.1 oder höher und einen Schutz-Agenten ab Version 16.0.37277; unterstützt werden ausschließlich Backups im Format TIBX (Version 12) (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).

Der Unterschied zwischen den beiden Modi des unveränderlichen Speichers ist besonders wichtig, weil er eine unumkehrbare Entscheidung enthält. Im Governance-Modus lässt sich die Unveränderlichkeit ein- und ausschalten und die Aufbewahrungsdauer ändern. Der Compliance-Modus dagegen kann nach der Wahl nicht mehr abgeschaltet werden, die Aufbewahrungsdauer ist nicht änderbar und eine Rückkehr in den Governance-Modus ist ausgeschlossen (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). In auditpflichtigen Organisationen erzeugt der Compliance-Modus einen starken Nachweis; da er jedoch bei Aktivierung mit einer falschen Aufbewahrungsdauer nicht rückgängig gemacht werden kann, setzen wir ihn nicht ein, ohne diese Entscheidung an eine schriftliche Aufbewahrungsrichtlinie zu binden.

Auf der Verschlüsselungsseite betreibt Acronis den AES-Algorithmus im Galois/Counter-Modus (GCM) mit einem zufällig erzeugten 256-Bit-Schlüssel; dieser Schlüssel wird mit AES-256 verschlüsselt, wobei der SHA-2-Hash (256 Bit) des Kennworts als Schlüssel dient, und das Kennwort wird weder auf der Festplatte noch irgendwo in den Backups gespeichert (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). Geht das Kennwort verloren, lässt sich das Backup nicht wiederherstellen; deshalb gestalten wir den Prozess zur Schlüsselverwahrung und -übergabe als eigene Prozedur.

Über diesen beiden Mechanismen wird der 3-2-1-Ansatz — mindestens drei Kopien der Daten, zwei verschiedene Medien, eine Kopie außer Haus — als Gestaltungsprinzip der Schutzpläne verankert. Da in der On-Premises-Bereitstellung Tape und Acronis Storage Node nutzbar sind, wird die Bedingung „zwei verschiedene Medien“ in diesem Modell auf natürliche Weise erfüllt. Auch die Entwicklung auf der Bedrohungsseite stützt diese Investition: Laut dem H2 2025 Cyberthreats Report von Acronis wurden in der zweiten Jahreshälfte 2025 weltweit mehr als 7.600 Ransomware-Opfer öffentlich bekannt, und die aktivste Gruppe war Qilin mit 962 Opfern (Acronis, 2026). Die ENISA Threat Landscape 2025 wiederum untersuchte 4.875 Vorfälle zwischen dem 1. Juli 2024 und dem 30. Juni 2025 und bestimmte Phishing (60 %) und die Ausnutzung von Schwachstellen (21,3 %) als wichtigste Erstzugriffswege (ENISA, 2025).

Eine Grenze des On-Premises-Modells muss hier klar benannt werden: Endpoint Detection and Response ist in der offiziellen Funktionsmatrix ausschließlich in der Cloud-Spalte und mit der Bedingung Advanced aufgeführt; in der Spalte des On-Premises-Management-Servers ist EDR nicht enthalten (Acronis Support-KB 73376). Organisationen, die am Endpunkt Angriffskettenanalyse und Reaktion benötigen, wechseln entweder für Acronis Advanced Security + EDR auf die Cloud-Verwaltung oder beziehen diese Schicht von einem anderen Produkt. In server- und virtualisierungsintensiven Umgebungen lässt sich Trend Micro Deep Security und in Organisationen, die Endpunkt- und Serverschutz in einer Konsole bündeln möchten, Bitdefender GravityZone Security for Servers gemeinsam mit der Backup-Schicht von Acronis konzipieren.

Wie läuft die Wiederherstellung im Katastrophenfall ab, wie funktioniert das Bare-Metal-Szenario?

Die kurze Antwort: Der Wiederherstellungsweg hängt vom Zustand der Zielmaschine ab. Laut dem offiziellen Dokument „Recovery cheat sheet“ von Acronis lassen sich physische Windows- und Linux-Maschinen sowohl über die Cyber-Protect-Konsole als auch über Bootable Media wiederherstellen; physische macOS-Maschinen ausschließlich über Bootable Media; für die Wiederherstellung auf leere Hardware (Bare Metal) und auf eine Offline-Maschine ist Bootable Media zwingend (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).

Ändert sich die Hardware, kommt ein eigenes Werkzeug ins Spiel. Universal Restore aktualisiert bei einer Wiederherstellung auf abweichende Hardware (dissimilar hardware) die für den Start kritischen Treiber und Module, falls das Betriebssystem nicht startet; es gilt für Windows und Linux und wird über Bootable Media ausgeführt (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). In Server-Erneuerungsprojekten und wenn defekte Hardware durch ein Modell anderer Bauart ersetzt wird, hängt der Erfolg der Wiederherstellung maßgeblich davon ab, dass dieser Schritt vorab getestet wurde.

Um die Dienstunterbrechung zu verkürzen, wird Instant Restore genutzt: Aus einem Backup auf Disk-Ebene, das ein Betriebssystem enthält, wird die virtuelle Maschine direkt gestartet, ihre Laufwerke werden während des Betriebs aus dem Backup emuliert und Speicherplatz wird nur für die anfallenden Änderungen benötigt. Acronis empfiehlt, die temporäre Maschine höchstens drei Tage vorzuhalten und anschließend zu löschen oder in eine dauerhafte virtuelle Maschine umzuwandeln (Acronis Benutzerhandbuch). Soll der Endanwender eine Wiederherstellung ohne Eingriff eines Administrators starten können, wird One-Click Recovery aktiviert; diese Funktion ist jedoch nur mit den Lizenzen Acronis Cyber Protect Advanced und Acronis Cyber Protect Backup Advanced nutzbar und unterstützt ausschließlich die Ziele Secure Zone, Netzwerkordner und Cloud-Speicher (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).

Keines dieser Werkzeuge erfüllt für sich allein die Zusage einer Wiederherstellungszeit im Minutenbereich. Das offizielle Datenblatt Advanced Disaster Recovery von Acronis nennt dank der Acronis-RunVM-Engine ausdrücklich ein Ziel von unter 15 Minuten für RPO und RTO (Acronis Advanced Disaster Recovery Datenblatt, 2022); dieses Add-on setzt jedoch eine Cloud-Bereitstellung und ein aktives Acronis-Cyber-Protect-Abonnement voraus (Acronis Support-KB 73387). Für Organisationen mit On-Premises-Verwaltung und zugleich aggressiven RTO-Zielen entwerfen wir ein hybrides Konzept; Details finden Sie auf unserer Seite Acronis Disaster Recovery.

Die Auswirkung der Wiederherstellungsdauer auf das Geschäft ist ein messbarer Kostenfaktor. Laut IBM Cost of a Data Breach Report 2025 haben sich 65 % der Organisationen von einer Verletzung noch immer nicht vollständig erholt; bei 76 % derjenigen, die von einer vollständigen Erholung berichten, dauerte dies länger als 100 Tage, bei 26 % mehr als 150 Tage, und nur 2 % erholten sich in weniger als 50 Tagen. Derselbe Bericht beziffert die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung weltweit auf 4,44 Millionen USD (2024: 4,88 Millionen USD) (IBM & Ponemon, 2025). Deshalb planen wir die Wiederherstellungsübung mindestens einmal jährlich und vorzugsweise so, dass sie auch das Bare-Metal-Szenario umfasst.

Was leistet das On-Premises-Modell im Hinblick auf KVKK und Datenstandort?

Die kurze Antwort: vollständige Kontrolle über den physischen Standort der Daten und unmittelbare Nachweisbarkeit der Backup-Pflichten. Der Abschnitt „Sicherung personenbezogener Daten“ im Leitfaden zur Sicherheit personenbezogener Daten der türkischen Datenschutzbehörde (KVKK, türkisches Datenschutzgesetz) hält fest, dass der Verantwortliche bei Beschädigung, Vernichtung oder Diebstahl der Daten mithilfe der gesicherten Daten schnellstmöglich den Betrieb wiederaufnehmen muss, dass die Entwicklung von Datensicherungsstrategien gegen Ransomware empfohlen wird, dass auf gesicherte personenbezogene Daten ausschließlich der Systemadministrator zugreifen können darf und dass Sicherungen von Datensätzen zwingend außerhalb des Netzwerks aufzubewahren sind (KVKK-Leitfaden zur Sicherheit personenbezogener Daten).

Cyber Protect 16 liefert die Entsprechung dieser Punkte: Die Anforderung der Aufbewahrung außerhalb des Netzwerks lässt sich mit Tape oder einem Acronis Storage Node in einem separaten Speichersegment erfüllen, die Zugriffsbeschränkung wird über rollenbasierte Verwaltung umgesetzt, und die Formulierung „schnellstmöglich den Betrieb wiederaufnehmen“ wird durch messbare RPO-/RTO-Ziele und regelmäßige Wiederherstellungstests belegt. In Organisationen, die Karteninhaberdaten verarbeiten, wird erwartet, dass Backups der im PCI-DSS-Geltungsbereich liegenden Systeme mit einer eigenen Aufbewahrungsrichtlinie und verschlüsselt vorgehalten werden; im Finanz- und öffentlichen Sektor wird zudem die Berichtsfähigkeit der Audit-Spuren erwartet. Das erweiterte Reporting (Advanced Reports) und die gemeinsam genutzten Schutzpläne der Advanced-Editionen decken diesen Bedarf ab.

Beim Thema unabhängige Testergebnisse muss der Geltungsbereich klar bleiben. Im Windows-11-Test für Unternehmensanwender von AV-TEST im Zeitraum Januar–Februar 2026 erzielte Acronis Cyber Protect 25.11 6,0/6,0 bei Schutzwirkung, 6,0/6,0 bei Geschwindigkeit und 6,0/6,0 bei Benutzbarkeit und gewann mit 18,0/18,0 Punkten die Auszeichnung „TOP PRODUCT“; die Schwelle für diese Auszeichnung liegt bei 17,5 Punkten (AV-TEST, 2026). Getestet wurde jedoch die Version 25.11; das ist die Versionsnummer der cloudverwalteten Agentenlinie und nicht identisch mit der 16.0.x-Agentenlinie des On-Premises-Produkts Cyber Protect 16. Deshalb führen wir dieses Ergebnis nicht als Beleg für die Schutzqualität von Acronis Cyber Protect 16 an; wir geben es zusammen mit dem Testzeitraum als Referenz dafür wieder, dass die Malware-Engine von Acronis in einem unabhängigen Unternehmenstest die volle Punktzahl erreicht hat. Suchen Sie ein produktbezogenes unabhängiges Testergebnis, prüfen wir gemeinsam, welche Version getestet wurde.

Der Einführungsansatz von Sora Yazılım für Acronis Cyber Protect 16 besteht aus folgenden Schritten: Erstellung des Workload-Inventars und der Hypervisor-Verteilung; Festlegung der Wiederherstellungsziele (RPO/RTO) gemeinsam mit den Fachbereichen; Auswahl der richtigen Lizenz-Edition und des passenden Lizenztyps; Installation und Sicherung des Management-Servers; Dimensionierung des Backup-Speichers sowie der Tape-/Storage-Node-Architektur; Bindung des Modus für unveränderlichen Speicher und der Aufbewahrungsdauer an eine schriftliche Richtlinie; Erstellung der Prozedur zur Verwahrung des Verschlüsselungskennworts; Durchführung eines Bare-Metal-Wiederherstellungstests mit Bootable Media und Universal Restore; Einrichtung der Reporting- und Alarmkanäle. In Umgebungen, in denen der reine Backup-Umfang ausreicht, bewerten wir in dieser Phase auch die Unterschiede zwischen den Acronis-Backup-Editionen.

Lassen Sie uns gemeinsam bewerten, ob Acronis Cyber Protect 16 zu Ihrer Organisation passt — unter Berücksichtigung Ihrer Anforderungen an den Datenstandort und Ihrer bestehenden Virtualisierungsinfrastruktur. Teilen Sie uns Ihr Server- und VM-Inventar, Ihre Aufbewahrungsfristen und Ihre Wiederherstellungsziele mit; wir erstellen ein Angebot mit Lizenz-Edition, Speicherdesign, Architektur des Management-Servers und Einführungsplan. Erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite — technischer Support auf Türkisch, Installation und Betriebsunterstützung nach der Installation inklusive.

Wichtige Funktionen

Was es bietet

  • On-Premises-Management-Server: Konsole und Management-Verkehr bleiben im Unternehmensnetzwerk
  • Backup auf Image- und Dateiebene; Disk-, Volume- und Anwendungsbackup mit einem einzigen Agenten
  • Agentenloses Backup auf Hypervisor-Ebene für VMware vSphere und Hyper-V
  • Tape-Libraries, Acronis Storage Node und Deduplizierung (Advanced-Edition)
  • Unveränderlicher (Immutable) Speicher auf Acronis Cyber Infrastructure
  • Breites Set an Backup-Zielen: Cloud-Speicher, lokaler/Netzwerkordner, NFS, Secure Zone und SFTP
  • Instant Restore: virtuelle Maschine direkt aus einem Disk-Backup mit Betriebssystem starten
  • Wiederherstellung auf abweichende Hardware (dissimilar hardware) mit Universal Restore
  • Bare-Metal-Recovery über Bootable Media und PXE-Server
  • Erneuter Domänenbeitritt nach der Wiederherstellung und VMware vSphere Web Client Plug-in
  • Forensic Mode für die forensische Untersuchung nach einem Vorfall (Advanced-Edition)
  • Überwachung mehrerer Management-Server über ein einziges zentrales Dashboard
Technische Übersicht

Wichtige technische Daten

Produkttyp
On-Premises installierte Edition von Acronis Cyber Protect; der Management-Server läuft im eigenen Netzwerk der Organisation
Lizenz-Editionen
Standard, Advanced, Backup Advanced und Email Archiving. Backup Standard wird nicht mehr neu verkauft; nutzbar nur für bestehende Cyber-Protect-15-Kunden mit aktiver Wartung (Acronis KB 73387, 08.06.2026)
Lizenzmodell
Die offizielle Lizenz-Wissensdatenbank listet Abonnement- und Cloud-Speicher-Schemata; die Produktdokumentation hält fest, dass Perpetual-Lizenzen (Dauerlizenzen) nur in der On-Premises-Bereitstellung nutzbar sind. Das aktuelle Modell wird in der Angebotsphase verifiziert
Lizenzregeln für Virtualisierung
VMware / Hyper-V: Virtual Host oder Per-VM (Standard und Advanced). Azure Stack HCI, KVM, Nutanix, Citrix Hypervisor: Per-VM oder Virtual Host, nur Advanced / Backup Advanced. Public Cloud VM: 1 Per-VM-Lizenz = 3 VMs. Universal Workload: 1 Lizenz = 1 Workload, nur Advanced / Backup Advanced
Agentenlose Virtualisierungsunterstützung
VMware vSphere 4.1–8.0; Hyper-V (Windows Server 2008 – Windows Server 2025); Scale Computing HyperCore 8.8–9.4
Nur mit Agent unterstützte Plattformen
Proxmox VE 7.x/8.x und Citrix XenServer / Hypervisor 4.1.5–8.2 werden nur mit einem Agenten im Gastbetriebssystem gesichert
Backup-Ziele
Cloud-Speicher, lokaler Ordner, Netzwerkordner (SMB/CIFS/DFS), Acronis Cyber Infrastructure, NFS-Ordner (Linux/macOS), Secure Zone und SFTP (ohne Portangabe 22). Backups auf FTP-Server und in Ordner mit anonymem Zugriff werden nicht unterstützt
Nur in der On-Premises-Bereitstellung verfügbar
SFTP-Ziel, Tape-Geräte, Acronis Storage Node, Acronis Cyber Infrastructure als Ziel und Deduplizierung; Tape und Storage Node sind in der Standard-Edition nicht enthalten
Unveränderlicher Speicher
In der On-Premises-Bereitstellung sind Acronis Cyber Infrastructure 6.0.1 und höher sowie ein Agent ab 16.0.37277 erforderlich; unterstützt werden nur TIBX-Backups (Version 12). Der Compliance-Modus ist nach der Wahl unumkehrbar
Backup-Verschlüsselung
AES-256 im Galois/Counter-Modus (GCM); der Schlüssel wird mit dem SHA-2-Hash (256 Bit) des Kennworts geschützt, das Kennwort wird weder auf der Festplatte noch in den Backups gespeichert
One-Click Recovery
Nur mit den Lizenzen Acronis Cyber Protect Advanced und Acronis Cyber Protect Backup Advanced; nur für die Ziele Secure Zone, Netzwerkordner und Cloud-Speicher
Autonomie des Agenten
Nach der Verteilung des Schutzplans setzt der Agent die Schutzvorgänge 30 Tage fort, selbst wenn die Kommunikation mit dem Management-Server abbricht
In diesem Modell nicht enthalten
EDR, DLP Device Control, Microsoft 365 / Google Workspace Cloud-to-Cloud-Backup, direktes Backup in die Public Cloud, Backup mobiler Geräte, Disaster Recovery as a Service
Anwendungsfälle

Wann sollten Sie sich für dieses Produkt entscheiden?

Öffentlicher Sektor und regulierte Organisationen

Management-Ebene und Backups innerhalb der Unternehmensgrenzen halten

In Organisationen, die beim Datenstandort und beim Standort der Management-Ebene vertraglich eingeschränkt sind, hält Cyber Protect 16 Konsole und Backups im eigenen Netzwerk der Organisation. Die Vorgaben des KVKK-Leitfadens zur Sicherheit personenbezogener Daten, wonach auf gesicherte personenbezogene Daten ausschließlich der Systemadministrator zugreifen darf und Sicherungen von Datensätzen außerhalb des Netzwerks aufzubewahren sind, werden über rollenbasierte Verwaltung und einen Acronis Storage Node in einem separaten Speichersegment oder über Tape erfüllt.

Finanzwesen und Zahlungssysteme

Auditierbare Aufbewahrungsrichtlinie und verschlüsseltes Backup-Archiv

In Umgebungen, die Karteninhaberdaten verarbeiten, wird erwartet, dass Backups der im Geltungsbereich liegenden Systeme verschlüsselt vorgehalten und die Aufbewahrungsfristen dokumentiert werden. AES-256-GCM-Verschlüsselung, der Compliance-Modus des unveränderlichen Speichers und das erweiterte Reporting (Advanced Reports) der Advanced-Editionen erfüllen diese Erwartung. Da der Compliance-Modus unumkehrbar ist, aktivieren wir ihn nicht, ohne die Aufbewahrungsdauer an eine schriftliche Richtlinie zu binden.

Virtualisierungsintensive Rechenzentren

Agentenloses Backup und Deduplizierung in VMware- und Hyper-V-Umgebungen

VMware vSphere 4.1–8.0 und Hyper-V (Windows Server 2008 – Windows Server 2025) werden auf Hypervisor-Ebene gesichert; der Aufwand für die Installation eines Agenten im Gastbetriebssystem entfällt. Deduplizierung, Acronis Storage Node und Off-Host-Datenverarbeitung gibt es nur in der On-Premises-Bereitstellung und in den Advanced-Editionen; das ist in Umgebungen mit hoher VM-Anzahl das zentrale Mittel, um den Speicherverbrauch unter Kontrolle zu halten.

Fertigung und Systeme an der OT/IT-Grenze

Schutzverwaltung in Segmenten mit eingeschränktem Internetzugang

In Produktionsnetzen kann der Internetzugang eingeschränkt oder vollständig geschlossen sein. Der On-Premises-Management-Server ermöglicht den Konsolenzugriff in diesen Segmenten; dass der Agent nach der Verteilung des Schutzplans 30 Tage lang weiterarbeitet, selbst wenn die Kommunikation mit dem Management-Server abbricht, sichert die Kontinuität des Schutzes in Wartungsfenstern und bei Netzsegmentierungen.

Gesundheitswesen

Bare-Metal-Recovery-Bereitschaft für Bildgebungs- und Patientendatensysteme

Bei PACS- und Patientendatenservern führt ein Hardwaredefekt unmittelbar zu einer Betriebsunterbrechung. Bare-Metal-Recovery über Bootable Media und Universal Restore beim Wechsel auf abweichende Hardware machen aus dem Backup einen nutzbaren Wiederherstellungsweg. Mit Instant Restore direkt eine virtuelle Maschine aus dem Backup zu starten, ermöglicht die teilweise Wiederaufnahme des Betriebs, bevor die vollständige Wiederherstellung abgeschlossen ist; Acronis empfiehlt, die temporäre Maschine höchstens drei Tage vorzuhalten.

Unternehmens-IT mit mehreren Standorten

Mehrere Management-Server über ein einziges Dashboard überwachen

In Organisationen, die an verschiedenen Standorten getrennte Management-Server betreiben, gibt es das zentrale Dashboard für mehrere Management-Server nur in der On-Premises-Bereitstellung. So behält jeder Standort seine eigene Management-Ebene, ohne dass die zentrale Transparenz verloren geht. Auch die Funktion für den erneuten Domänenbeitritt nach der Wiederherstellung ist in diesem Modell vorhanden und erleichtert die Rückkehr von Active-Directory-abhängigen Workloads.

Für wen ist es geeignet?

Behörden und regulierte Einrichtungen, bei denen Management-Ebene und Backups innerhalb der Unternehmensgrenzen bleiben müssen; Rechenzentren mit einer Architektur aus Tape, Deduplizierung oder Acronis Storage Node; VMware- und Hyper-V-intensive Umgebungen; Produktionsnetze mit eingeschränktem Internetzugang sowie Unternehmens-IT-Abteilungen, die an mehreren Standorten getrennte Management-Server betreiben.

Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Acronis Cyber Protect 16 und Cyber Protect Cloud?
Der Unterschied liegt darin, wo der Management-Server läuft. Bei Cyber Protect 16 steht die Konsole im eigenen Netzwerk der Organisation, in der Cloud im Acronis-Rechenzentrum. Entsprechend gibt es Tape, Acronis Storage Node, Deduplizierung, SFTP-Ziel, PXE und Forensic Mode nur auf der On-Premises-Seite; EDR, DLP Device Control, Microsoft 365 Cloud-to-Cloud-Backup, Backup mobiler Geräte und Disaster Recovery as a Service nur auf der Cloud-Seite.
Kann ich eine Perpetual-Lizenz (Dauerlizenz) kaufen?
Die Produktdokumentation von Acronis hält fest, dass Perpetual-Lizenzen nur in der On-Premises-Bereitstellung nutzbar sind. Die am 8. Juni 2026 aktualisierte offizielle Lizenz-Wissensdatenbank listet jedoch ausschließlich Abonnement- und Cloud-Speicher-Schemata und erwähnt keine Perpetual-Lizenz. Deshalb geben wir keine feste Zusage; wir verifizieren das aktuelle Lizenzmodell gemeinsam in der Angebotsphase.
Welche Edition soll ich wählen: Standard, Advanced oder Backup Advanced?
Standard bietet Standard-Backup und mehrschichtigen Schutz auf KMU-Ebene. Advanced ergänzt zusätzliche Workload-Unterstützung, gemeinsam genutzte Schutzpläne, den Malware-Scan in Backups und die Bewertung der Sicherheitslage. Backup Advanced konzentriert sich auf Gruppenverwaltung, Off-Host-Datenverarbeitung, Tape-Unterstützung, Deduplizierung und anpassbares Reporting. Die Universal License und einige Hypervisoren werden nur in der Advanced-Familie unterstützt.
Ist die Edition Backup Standard noch erhältlich?
Nein. Laut der offiziellen Lizenz-Wissensdatenbank von Acronis wird die Edition Backup Standard nicht mehr verkauft; sie kann nur von bestehenden Cyber-Protect-15-Kunden mit aktiver Wartung genutzt werden. In neuen Projekten fällt die Wahl praktisch zwischen Standard, Advanced und Backup Advanced.
Funktioniert EDR in der On-Premises-Installation?
Nein. In der offiziellen Wissensdatenbank zum Funktionsvergleich von Acronis ist Endpoint Detection and Response ausschließlich in der Cloud-Spalte und mit der Bedingung Advanced aufgeführt; in der Spalte des On-Premises-Management-Servers ist EDR nicht enthalten. Werden am Endpunkt Angriffskettenanalyse und Reaktion benötigt, muss man entweder auf die Cloud-Verwaltung wechseln oder diese Schicht aus einem separaten Produkt beziehen.
Ist Tape-Unterstützung in allen Editionen enthalten?
Nein. Tape-Ziel und Tape-Verwaltung gibt es nur in der On-Premises-Bereitstellung und nicht in der Standard-Edition; sie setzen die Advanced-Edition voraus. Dieselbe Bedingung gilt für den Acronis Storage Node und den Datenkatalog. In der Cloud-Bereitstellung gibt es überhaupt keine Tape-Unterstützung.
Welche Virtualisierungsplattformen lassen sich agentenlos sichern?
Laut der offiziellen Support-Matrix werden VMware vSphere 4.1–8.0 und Hyper-V (Windows Server 2008 – Windows Server 2025) auf Hypervisor-Ebene agentenlos gesichert; auch Scale Computing HyperCore 8.8–9.4 wird agentenlos unterstützt. Proxmox VE 7.x/8.x und Citrix XenServer / Hypervisor 4.1.5–8.2 werden dagegen nur mit einem Agenten im Gastbetriebssystem gesichert.
Kann ich Azure- und Amazon-EC2-VMs mit diesem Modell sichern?
Virtuelle Maschinen in Microsoft Azure lassen sich nur im Cloud-Bereitstellungsmodus agentenlos sichern; in der On-Premises-Bereitstellung gibt es diese Option nicht. Amazon-EC2-Instanzen werden in keinem Modell agentenlos unterstützt, sondern nur mit einem Agenten im Gastbetriebssystem. In gemischten Umgebungen beeinflussen diese Punkte unmittelbar die Entscheidung über das Bereitstellungsmodell.
Kann ich auf SFTP sichern, wird FTP unterstützt?
SFTP wird unterstützt; wird kein Port angegeben, wird 22 verwendet. Backups auf FTP-Server werden nicht unterstützt, ebenso wenig Backups in Ordner mit anonymem Zugriff. Die weiteren Ziele sind Cloud-Speicher, lokaler Ordner, Netzwerkordner (SMB/CIFS/DFS), Acronis Cyber Infrastructure, NFS-Ordner (Linux/macOS) und Secure Zone.
Wie läuft eine Wiederherstellung auf leere Hardware (Bare Metal) ab?
Laut dem offiziellen Recovery cheat sheet ist für die Wiederherstellung auf Bare Metal und auf eine Offline-Maschine Bootable Media zwingend. Physische Windows- und Linux-Maschinen lassen sich sowohl über die Konsole als auch über Bootable Media wiederherstellen; physische macOS-Maschinen ausschließlich über Bootable Media. Hat sich die Hardware geändert, sorgt Universal Restore dafür, dass das Betriebssystem startet, indem es die für den Start kritischen Treiber und Module aktualisiert.
Wie wird unveränderlicher Speicher On-Premises eingerichtet?
In der On-Premises-Bereitstellung erfordert der unveränderliche Speicher Acronis Cyber Infrastructure 6.0.1 oder höher sowie einen Schutz-Agenten ab Version 16.0.37277 und unterstützt ausschließlich TIBX-Backups (Version 12). Im Governance-Modus lässt sich die Dauer ändern und die Funktion abschalten; der Compliance-Modus dagegen kann nach der Wahl nicht mehr abgeschaltet werden, seine Dauer ist nicht änderbar und er ist unumkehrbar.
Ist One-Click Recovery in jeder Lizenz enthalten?
Nein. One-Click Recovery ist nur mit den Lizenzen Acronis Cyber Protect Advanced und Acronis Cyber Protect Backup Advanced nutzbar und unterstützt ausschließlich die Ziele Secure Zone, Netzwerkordner und Cloud-Speicher. Wenn Sie möchten, dass Endanwender eine Wiederherstellung ohne Eingriff eines Administrators starten, muss die Lizenzplanung entsprechend erfolgen.
Ich habe ein RTO-Ziel im Minutenbereich, erfüllt dieses Modell das?
Nicht unmittelbar. Mit Instant Restore eine virtuelle Maschine aus dem Backup zu starten, verkürzt die Unterbrechung; das Add-on Advanced Disaster Recovery, für das Acronis ein RPO/RTO-Ziel von unter 15 Minuten nennt, setzt jedoch eine Cloud-Bereitstellung und ein aktives Abonnement voraus. In diesem Fall entwerfen wir ein hybrides Konzept, das kritische Workloads in die Cloud-Verwaltung nimmt und regulierte Daten On-Premises hält.
Was ist der Unterschied zu Cyber Protect 17?
Die offizielle Wissensdatenbank zum Funktionsvergleich von Acronis listet beide Editionen in getrennten Spalten. Agentenloses Backup für Nutanix und Proxmox, Software-Inventar, Hardware-Inventar und die Geräteerkennung mit Device Sense sind in Cyber Protect 16 nicht enthalten, sondern kommen erst mit Cyber Protect 17. Andererseits sind On-Premises-Funktionen wie Tape, Storage Node, PXE und Forensic Mode in beiden Editionen mit der Bedingung Advanced vorhanden.
Welche Leistungen bietet Sora Yazılım zu diesem Produkt?
Lizenzierung und Editionsauswahl, Installation des Management-Servers, Dimensionierung des Backup-Speichers sowie der Tape-/Storage-Node-Architektur, Design von Schutzplan und Aufbewahrungsrichtlinie, Konfiguration des unveränderlichen Speichers, Bare-Metal-Wiederherstellungstest mit Bootable Media, Migration von der bestehenden Lösung und auf Wunsch durchgängiger Betrieb. Technischer Support auf Türkisch und Support nach der Installation sind inbegriffen.
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