Acronis Cyber Protect Cloud ist eine abonnementbasierte Cloud-Management-Plattform, die Backup, Disaster Recovery und Endpoint-Security in einem einzigen Agenten zusammenführt. Der Management-Server läuft nicht im eigenen Netzwerk der Organisation, sondern in einem der Acronis-Rechenzentren; der Schutz-Agent wird auf die Workloads verteilt und der Verbrauch nach der Anzahl geschützter Workloads und dem Speicherverbrauch gemessen. Funktionen wie EDR, Patch-Management, E-Mail-Sicherheit und Disaster Recovery werden der Plattform als Add-on-Pakete hinzugefügt.
Warum sich dieses Modell durchgesetzt hat, erklären die Bedrohungsdaten. Laut dem H2 2025 Cyberthreats Report von Acronis wurden in der zweiten Jahreshälfte 2025 weltweit mehr als 7.600 Ransomware-Opfer öffentlich bekannt; die aktivsten Gruppen waren Qilin (962 Opfer), Akira (726) und Cl0p (517), und Phishing machte 83 % der E-Mail-Bedrohungen aus (Acronis Cyberthreats Report H2 2025). Der Verizon 2025 Data Breach Investigations Report wiederum untersuchte 22.052 Sicherheitsvorfälle und 12.195 bestätigte Datenschutzverletzungen aus 139 Ländern: Ransomware war bei 44 % der Verletzungen im Spiel (im Vorjahr 32 %), bei Verletzungen in KMU stieg dieser Anteil auf 88 %, bei großen Organisationen blieb er bei 39 % (Verizon DBIR, 2025).
Das Unterscheidungsmerkmal von Acronis Cyber Protect Cloud ist, dass diese beiden Fronten — Datenverlust und Angriff — im selben Agenten und in derselben Konsole verwaltet werden. Als Sora Yazılım lizenzieren wir die Plattform innerhalb der Acronis-Lösungsfamilie, bauen die Mandantenarchitektur auf, entwerfen die Schutzpläne und betreiben sie auf Wunsch im Managed-Service-Modell. In Szenarien, in denen der Management-Server innerhalb der Unternehmensgrenzen bleiben muss, ist Acronis Cyber Protect 16 das Gegenstück; die offiziellen Funktionsunterschiede beider Modelle stellen wir weiter unten in einer Tabelle dar.
Was umfasst Acronis Cyber Protect Cloud und welche Workloads schützt es?
Die kurze Antwort: Von physischen Servern und Workstations über virtuelle Maschinen und Datenbanken bis zu SaaS-Postfächern sichert die Plattform ein breites Spektrum an Workloads mit einem einzigen Agenten; derselbe Agent übernimmt auch Sicherheitsfunktionen wie verhaltensbasierte Ransomware-Abwehr, Schwachstellenbewertung und Gerätekontrolle. Die aktuelle Produktseite von Acronis beschreibt die Plattform als Lösung, die mehr als 30 Plattform- und Workload-Typen unterstützt (Produktseite Acronis Cyber Protect Cloud, 2026).
Die für die Cloud-Bereitstellung spezifischen Funktionen sind in der offiziellen Dokumentation als eigene Liste definiert: Microsoft 365 und Google Workspace Cloud-to-Cloud-Backup, Backup in die Public Cloud, EDR, Hypervisor-Agenten für Virtuozzo / oVirt / Virtuozzo Hybrid Infrastructure / Nutanix, Disaster Recovery als Cloud-Dienst, Cyber Scripting, Remote Desktop, Machine-Learning-basierte Workload-Überwachung und Hardware-Inventar (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). Diese Liste ist die technische Antwort auf die Frage „Warum das Cloud-Modell?“.
Die technischen Grenzen, die wir bei der Scoping-Arbeit berücksichtigen, sind folgende:
- Backup-Ziele: Cloud-Speicher, lokaler Ordner, Netzwerkordner (SMB/CIFS/DFS), NFS-Ordner (Linux/macOS) und Secure Zone. SFTP, Tape-Geräte, Acronis Storage Node und Acronis Cyber Infrastructure als Ziele sowie die Deduplizierung gibt es ausschließlich in der On-Premises-Bereitstellung.
- Direktes Backup in die Public Cloud: Ohne Installation einer weiteren Gateway-Komponente kann in Public-Cloud-kompatiblen Speicher gesichert werden; diese Methode erfordert jedoch ein Local-Backup-Storage-Kontingent.
- Virtualisierung: Virtuelle Maschinen in Microsoft Azure lassen sich nur im Cloud-Bereitstellungsmodus agentenlos sichern; Amazon-EC2-Instanzen werden agentenlos nicht unterstützt, sondern nur mit einem Agenten im Gastbetriebssystem.
- Continuous Data Protection (CDP): In der aktuellen Dokumentation Bestandteil des Standardschutzes; funktioniert nur auf dem NTFS-Dateisystem, ab Windows 7 / Windows Server 2008 R2 und ausschließlich für lokale Ordner und lässt sich nicht zusammen mit der Option Application Backup verwenden.
- Autonomie des Agenten: Nach der Verteilung eines Schutzplans auf eine Maschine setzt der Agent die Schutzvorgänge 30 Tage lang fort, selbst wenn die Kommunikation mit dem Management-Server abbricht.
Alle diese Punkte stammen aus der offiziellen Produktdokumentation von Acronis (Backup-Ziele, unterstützte Virtualisierungsplattformen, Continuous Data Protection, Bereitstellungsmodelle). Diese Punkte vor dem Kauf einzeln gegen Ihre Umgebung zu prüfen, verhindert Überraschungen bei der Einführung; wir führen die Scoping-Arbeit anhand genau dieser Checkliste durch.
Wie funktionieren das Abonnement und das mandantenfähige (MSP-)Modell?
Die kurze Antwort: Die Plattform basiert auf einer Mandantenhierarchie (Tenants). Unter einem Partner-Mandanten werden Kundenmandanten angelegt; jeder Kunde arbeitet isoliert mit eigenen Benutzern, Kontingenten und Schutzplänen, und Service-Komponenten lassen sich je Kunde ein- und ausschalten. Da die Abrechnung nach geschützten Workloads und verbrauchtem Speicher erfolgt, erfordern eine Filialeröffnung, saisonale Kapazitätsspitzen oder ein Kundenwechsel keine Neugestaltung der Lizenzstruktur.
Diese Flexibilität ist für Managed-Service-Provider ein unmittelbarer Geschäftsmodellvorteil: Backup und Sicherheit werden in einem Vertrag angeboten, Schutzpläne als Vorlagen vervielfältigt und das Reporting je Kunde standardisiert. Auf Unternehmensseite bildet dieselbe Struktur die Trennung nach Abteilung, Tochtergesellschaft oder Filiale ganz natürlich ab. Sora Yazılım entwirft in diesen Szenarien den Aufbau des Mandantenbaums, die Kontingentrichtlinien und die Alarmkanäle als Teil des Einführungsprojekts; für Anforderungen in den Bereichen Infrastruktur, Automatisierung und Monitoring kommen unsere DevOps- und Infrastrukturleistungen hinzu.
Ein Punkt sei unterstrichen: Add-ons müssen nicht für die gesamte Flotte auf einmal freigeschaltet werden. Die offizielle Lizenz-Wissensdatenbank von Acronis hält beispielsweise fest, dass das Disaster-Recovery-Add-on pro Workload lizenziert wird und ein aktives Acronis-Cyber-Protect-Abonnement sowie eine Cloud-Bereitstellung voraussetzt; ein 1-Jahres-Abonnement enthält 2.000, ein 3-Jahres-Abonnement 6.000 und ein 5-Jahres-Abonnement 10.000 Compute Points, wobei 2.000 Punkte ungefähr zwei Wochen Failover-/Testnutzung pro Jahr entsprechen (Acronis Support-KB 73387, 2026). Für Scoping und Angebot erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite.
Was ist im Standardabonnement enthalten und was ergänzen die Advanced-Pakete?
Die kurze Antwort: Das Standardabonnement von Acronis Cyber Protect Cloud enthält bereits Datei-, Disk-, Image- und Anwendungsbackup, flexible Wiederherstellung, Backup-Verschlüsselung, Schwachstellenbewertung, den Schutz von Microsoft 365 und Google Workspace sowie Monitoring und Reporting. Die Advanced-Pakete ergänzen diese Basis um bestimmte Spezialgebiete. Die folgende Tabelle folgt den Listen „was das Paket hinzufügt“ aus den Datenblättern von Acronis.
| Add-on-Paket | Wesentliche Funktionen, die das Paket hinzufügt | Typische Begründung |
|---|
| Advanced Backup | Backup von Microsoft SQL Cluster, Microsoft Exchange Cluster, Oracle DBMS Real Application Cluster und SAP HANA; vollständige oder granulare Wiederherstellung von MariaDB- und MySQL-Datenbanken; Datenschutz-Landkarte und Compliance-Reporting; Off-Host-Datenverarbeitung (Quelle: Acronis Advanced Backup Datenblatt, 2021-12) | Cluster-Konfigurationen und große Datenbanken; Pflicht zur Berichterstellung für Audits |
| Advanced Security + EDR | Full-Stack-Anti-Malware, URL-Filterung, Exploit Prevention, Anti-Malware-Scan der Backups in der Acronis Cloud, forensische Datenerfassung in Backups, CPOC-Bedrohungsfeed, automatisches Allowlisting, Aktualisierung der AV-Signaturen während der Wiederherstellung, Remote Device Wipe | Erkennung und Reaktion am Endpunkt; Auswahl eines sauberen Wiederherstellungspunkts |
| Advanced Management (Acronis RMM) | Erfassung des Software-Inventars, automatisiertes Patch-Management, Fail-Safe Patching (automatisches Systembackup vor dem Patch), fertige Cyber-Scripting-Skripte, Überwachung der Festplattengesundheit, Remote Desktop und Remote Assistance (Windows, Mac, Linux) | Patch- und Inventarverwaltung in dieselbe Konsole holen |
| Advanced Disaster Recovery | Produktions- und Test-Failover in die Acronis Cloud, Bereitstellungsoption ohne VPN, IPsec-Multi-Site-VPN und L2-Site-to-Site-OpenVPN, mehrere Runbook-Vorlagen, benutzerdefinierte DNS-Konfiguration, DR für DHCP-Server, Failover auf einen malwarefreien Wiederherstellungspunkt | Kritische Workloads mit RTO-/RPO-Zielen im Minutenbereich |
| Advanced Email Security | Spam-Filter, Anti-Evasion (rekursives Entpacken), Threat Intelligence aus sechs Quellen, statische Signaturanalyse, Anti-Phishing mit vier URL-Reputations-Engines und Bilderkennung, Anti-Spoofing über SPF/DKIM/DMARC, dynamische Erkennung auf CPU-Ebene von Perception Point, Incident-Response-Service, Scan ausgehender E-Mails für M365 | Phishing stoppen, bevor es das Postfach erreicht |
| Advanced File Sync and Share | Remote-Notarisierung von Dateien, eingebettetes eSigning, Notarisierungs- und Signaturzertifikate — zum 31. Dezember 2025 End of Life | Wird in neuen Projekten nicht positioniert; für bestehende Nutzer wird eine Migration geplant |
Die Zeilen der Tabelle stammen aus den Datenblättern von Acronis selbst: Advanced Backup Datenblatt (2021), Advanced Security Datenblatt, Advanced Management Datenblatt (2023), Advanced Disaster Recovery Datenblatt (2022) und Advanced Email Security Datenblatt (2023). Auf der Seite der Dateisynchronisation haben die Funktionen Files Sync and Share sowie Advanced Files Sync and Share (Notarization und eSignature) zum 31. Dezember 2025 den Status End of Life erreicht; der Mainstream-Support endete zu diesem Datum, der erweiterte Support endet am 31. Dezember 2026 (Acronis Support-KB, 2026). Deshalb decken wir den Bedarf an Dateifreigabe in neuen Projekten nicht mit diesem Paket ab.
Zu jedem Paket haben wir eigene Detailseiten: Acronis Advanced Security + EDR, Acronis Advanced Management, Acronis Advanced Email Security und Acronis Disaster Recovery. Ein häufiger Fehler bei der Add-on-Auswahl besteht darin, ein Paket zu kaufen, ohne zu bemerken, dass die benötigte Funktion bereits im Standardabonnement enthalten ist. Continuous Data Protection (CDP) etwa ist im Advanced-Backup-Datenblatt von 2021 als Funktion des Pakets aufgeführt, während sie in der aktuellen Cyber-Protect-Cloud-Dokumentation als Bestandteil des Standardschutzes definiert ist (Acronis Cyber Protect Cloud Benutzerhandbuch). Solche Abweichungen prüfen wir in der Angebotsphase anhand der aktuellen Dokumentation.
Was ist der Unterschied zwischen Cyber Protect Cloud und Cyber Protect 16?
Die kurze Antwort: Der Unterschied liegt nicht in der Frage „Sichere ich in die Cloud?“, sondern darin, wo der Management-Server läuft und welche Funktionen davon abhängig freigeschaltet sind. In beiden Modellen können Backups auf lokale Datenträger, in Netzwerkordner oder in die Cloud geschrieben werden. Die Trennlinie verläuft entlang des Standorts der Konsole und der Funktionsunterschiede in der offiziellen Funktionsmatrix von Acronis.
| Thema | Cyber Protect Cloud (Cloud-Bereitstellung) | Cyber Protect 16 (On-Premises-Bereitstellung) |
|---|
| Standort des Management-Servers | Acronis-Rechenzentrum | Eigenes Netzwerk der Organisation |
| Endpoint Detection and Response (EDR) | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) | Nicht vorhanden |
| DLP Device Control / DLP Advanced Limited | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) | Nicht vorhanden |
| Microsoft 365 und Google Workspace Cloud-to-Cloud-Backup | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Direktes Backup in die Public Cloud (Azure, Amazon S3, S3-kompatibel) | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) | Nicht vorhanden |
| Anti-Malware-Scan der Microsoft 365 Backups | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Backup mobiler Geräte | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Schutz vor Deinstallation des Agenten | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Unveränderlicher (Immutable) Speicher für Cloud-Storage | Vorhanden | Nicht vorhanden |
| Unveränderlicher Speicher auf Basis von Acronis Cyber Infrastructure | Nicht vorhanden | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) |
| Tape-Ziel und Tape-Verwaltung | Nicht vorhanden | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) |
| Acronis Storage Node als Ziel, ASN-Verwaltung und Deduplizierung | Nicht vorhanden | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) |
| PXE-Server | Nicht vorhanden | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) |
| Forensic Mode | Nicht vorhanden | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) |
| Erneuter Domänenbeitritt nach der Wiederherstellung | Nicht vorhanden | Vorhanden |
| Zentrales Dashboard für mehrere Management-Server | Nicht vorhanden | Vorhanden |
| VMware vSphere Web Client Plug-in | Nicht vorhanden | Vorhanden |
| One-Click Recovery, Notary, eSign, Advanced Reports, gemeinsam genutzte Backup-Richtlinie | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) | Vorhanden (Advanced-Edition erforderlich) |
Die Tabelle ist aus der offiziellen Wissensdatenbank zum Funktionsvergleich und aus der Produktdokumentation von Acronis zusammengestellt (Acronis Support-KB 73376, 23.10.2025, Acronis Cyber Protect 16 Web Help). Die praktische Entscheidungsregel lautet: Ist es vertraglich oder durch interne Richtlinien zwingend, dass die Management-Ebene innerhalb der Unternehmensgrenzen bleibt, fällt die Wahl auf Acronis Cyber Protect 16; stehen Erkennung und Reaktion, SaaS-Datenschutz und Disaster Recovery as a Service im Vordergrund, ist Acronis Cyber Protect Cloud die richtige Wahl. Bei Organisationen, die nur Backup benötigen und die Sicherheitsschicht von einem anderen Hersteller beziehen, lohnt ein Blick auf die Lizenzunterschiede bei den Acronis-Backup-Editionen.
Die Endpoint-Security auf einer anderen Plattform zu belassen, ist ebenfalls ein legitimes Design; in diesem Fall positioniert sich Acronis als Backup- und Wiederherstellungsschicht. Organisationen, die beim Endpunktschutz eine einzige Konsole und weitreichende Richtlinienkontrolle suchen, können das Konzept mit Bitdefender GravityZone Business Security aufbauen; wer neben dem Endpunkt auch E-Mail-, Cloud- und Identitätssignale auf einer Plattform bündeln möchte, mit Trend Vision One. Diese Produkte schließen Acronis nicht aus; es ist eine Entscheidung darüber, welche Schicht auf welcher Plattform verwaltet wird, und in zweiseitigen Architekturen bleibt die Verantwortung für die Wiederherstellung bei Acronis.
Wie wird die Integrität der Backups gegen Ransomware geschützt?
Die kurze Antwort: Drei Mechanismen wirken zusammen — unveränderlicher (Immutable) Speicher, starke Verschlüsselung und die Möglichkeit, nach einem Angriff einen sauberen Wiederherstellungspunkt zu wählen. Seit September 2024 ist auf allen Acronis-gehosteten Speichern und in allen Partner- und Kundenmandanten der unveränderliche Speicher im Governance-Modus mit 14 Tagen Aufbewahrung standardmäßig aktiv (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).
Der unveränderliche Speicher kennt zwei Modi, und der Unterschied zwischen ihnen beinhaltet eine unumkehrbare Entscheidung. Im Governance-Modus lässt sich die Unveränderlichkeit ein- und ausschalten und die Aufbewahrungsdauer ändern. Der Compliance-Modus dagegen kann nach der Wahl nicht mehr abgeschaltet werden, die Aufbewahrungsdauer ist nicht änderbar und eine Rückkehr in den Governance-Modus ist ausgeschlossen. Auch die technischen Voraussetzungen sind klar: In der Cloud-Bereitstellung werden Acronis-gehostete oder Partner-gehostete Cloud-Speicher mit Acronis Cyber Infrastructure 6.0.1 oder höher sowie ein Schutz-Agent ab Version 24.01 (Build 24.1.37195) benötigt; unterstützt werden ausschließlich Backups im Format TIBX (Version 12) (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).
Auf der Verschlüsselungsseite betreibt Acronis den AES-Algorithmus im Galois/Counter-Modus (GCM) mit einem zufällig erzeugten 256-Bit-Schlüssel; dieser Schlüssel wird mit AES-256 verschlüsselt, wobei der SHA-2-Hash (256 Bit) des Kennworts als Schlüssel dient, und das Kennwort wird weder auf der Festplatte noch irgendwo in den Backups gespeichert (Acronis Cyber Protect 16 Web Help). Die operative Konsequenz ist erheblich: Der Verlust des Kennworts bedeutet, dass das Backup nicht wiederherstellbar ist. Den Prozess zur Schlüsselverwahrung und -übergabe behandeln wir als eigenen Punkt des Einführungsprojekts.
Über diesen beiden Mechanismen wird der 3-2-1-Ansatz — mindestens drei Kopien der Daten, zwei verschiedene Medien, eine Kopie außer Haus — als Gestaltungsprinzip der Schutzpläne verankert. Auch der Leitfaden zur Sicherheit personenbezogener Daten der KVKK (türkisches Datenschutzgesetz) weist in dieselbe Richtung, indem er verlangt, dass Sicherungen von Datensätzen zwingend außerhalb des Netzwerks aufbewahrt werden (KVKK-Leitfaden zur Sicherheit personenbezogener Daten).
Auch die Wiederherstellungsgeschwindigkeit selbst ist ein Sicherheitsparameter. Laut IBM Cost of a Data Breach Report 2025 haben sich 65 % der Organisationen von einer Verletzung noch immer nicht vollständig erholt; bei 76 % derjenigen, die von einer vollständigen Erholung berichten, dauerte dies länger als 100 Tage, bei 26 % mehr als 150 Tage, und nur 2 % erholten sich in weniger als 50 Tagen. Derselbe Bericht beziffert die durchschnittlichen Kosten einer Datenschutzverletzung weltweit auf 4,44 Millionen USD (2024: 4,88 Millionen USD) und hält fest, dass 63 % der Organisationen die Zahlung eines Lösegelds verweigert haben (IBM & Ponemon, 2025).
Auf der Acronis-Seite stechen zwei Mechanismen hervor, die die Wiederherstellungszeit verkürzen. Instant Restore startet die virtuelle Maschine direkt aus einem Backup auf Disk-Ebene, das ein Betriebssystem enthält; ihre Laufwerke werden während des Betriebs aus dem Backup emuliert und Speicherplatz wird nur für die anfallenden Änderungen benötigt. Acronis empfiehlt, die temporäre Maschine höchstens drei Tage vorzuhalten und anschließend zu löschen oder in eine dauerhafte virtuelle Maschine umzuwandeln (Acronis Cyber Protect Cloud Benutzerhandbuch). Für striktere Ziele kommt das Add-on Acronis Disaster Recovery ins Spiel: Das offizielle Datenblatt nennt dank der Acronis-RunVM-Engine ausdrücklich ein Ziel von unter 15 Minuten für RPO und RTO (Acronis Advanced Disaster Recovery Datenblatt, 2022), und mit dem Add-on lassen sich bis zu 23 lokale Netzwerke über einen gesicherten VPN-Tunnel in die Cloud erweitern (Acronis Cyber Protect Cloud Benutzerhandbuch).
Warum müssen Microsoft 365 und Google Workspace Daten zusätzlich gesichert werden?
Die kurze Antwort: Der SaaS-Anbieter ist für die Verfügbarkeit der Infrastruktur verantwortlich, nicht für die Daten selbst. Wenn ein gelöschtes Postfach, ein von Ransomware verschlüsselter OneDrive-Inhalt oder eine fehlerhafte Administratoraktion die Wiederherstellungsfristen des Anbieters überschreitet, bleibt kein Rückweg. Acronis Cyber Protect Cloud sichert diese Daten im Cloud-to-Cloud-Modell unabhängig von den Endpunkten der Organisation; diese Funktion ist in der offiziellen Dokumentation unter den ausschließlich in der Cloud-Bereitstellung verfügbaren Funktionen aufgeführt (Acronis Cyber Protect 16 Web Help).
Das Risiko ist nicht abstrakt. Laut dem H1 2025 Cyberthreats Report von Acronis wurde in 1,47 % der untersuchten Microsoft 365 E-Mail-Backups Schadsoftware gefunden; derselbe Bericht stützt sich auf Signale von mehr als 1.000.000 eindeutigen Endpunkten, meldet für Januar–Juni 2025 eine Zunahme der öffentlich bekannt gewordenen Ransomware-Opfer um nahezu 70 % gegenüber demselben Zeitraum 2023 und 2024 und nennt die Fertigungsindustrie mit 15 % aller Fälle als die am stärksten betroffene Branche im ersten Quartal 2025 (Acronis Cyberthreats Report H1 2025). Die ENISA Threat Landscape 2025 wiederum untersuchte 4.875 Vorfälle zwischen dem 1. Juli 2024 und dem 30. Juni 2025, bestimmte Phishing (60 %) und die Ausnutzung von Schwachstellen (21,3 %) als wichtigste Erstzugriffswege und berichtete, dass 53,7 % der Vorfälle wesentliche Einrichtungen im Anwendungsbereich der NIS2-Richtlinie betrafen (ENISA, 2025).
Auf der Google-Workspace-Seite umfasst der Schutz Gmail-Postfächer, Kalender, Kontakte, Google Drive und Shared-Drive-Daten; die offizielle Dokumentation hält fest, dass bis zu 5.000 Elemente pro Unternehmen (Postfach, Drive und Shared Drive) ohne Leistungseinbußen geschützt werden können (Acronis Cyber Protect Cloud Benutzerhandbuch). Auf der Microsoft-365-Seite fallen zwei für die Cloud-Bereitstellung spezifische Funktionen auf: das Anti-Malware-Scanning der Backups und die Suche in verschlüsselten Microsoft 365 / Google Workspace Archiven (Acronis Support-KB 73376).
Für Microsoft-365-Lizenzierung, Mandantenkonfiguration und Migrationen können Sie sich unsere Microsoft-365-Lösungen ansehen. In Organisationen, die Bedrohungen stoppen wollen, bevor sie das Postfach erreichen, positioniert sich neben dem Backup das Add-on Acronis Advanced Email Security als ergänzende Schicht; das Backup ersetzt die E-Mail-Sicherheit nicht, sondern greift in dem Szenario, in dem sie versagt.
KVKK, Datenstandort und Einführung: Wie plant man das in der Türkei?
Die kurze Antwort: Die KVKK (türkisches Datenschutzgesetz) führt Datensicherung ausdrücklich als technische Maßnahme auf. Der Abschnitt „Sicherung personenbezogener Daten“ im Leitfaden zur Sicherheit personenbezogener Daten der türkischen Datenschutzbehörde hält fest, dass der Verantwortliche bei Beschädigung, Vernichtung oder Diebstahl der Daten mithilfe der gesicherten Daten schnellstmöglich den Betrieb wiederaufnehmen muss, dass die Entwicklung von Datensicherungsstrategien gegen Ransomware empfohlen wird, dass auf gesicherte personenbezogene Daten ausschließlich der Systemadministrator zugreifen können darf und dass Sicherungen von Datensätzen zwingend außerhalb des Netzwerks aufzubewahren sind (KVKK-Leitfaden zur Sicherheit personenbezogener Daten).
Die Entsprechung dieser Punkte auf der Plattform ist konkret: Die Anforderung „außerhalb des Netzwerks“ wird durch das Cloud-Ziel und den unveränderlichen Speicher erfüllt, die Zugriffsbeschränkung durch das Mandanten- und Rollenmodell und die Formulierung „schnellstmöglich den Betrieb wiederaufnehmen“ durch messbare RPO-/RTO-Ziele und regelmäßige Wiederherstellungsübungen. Zur Frage des Datenstandorts: Die offizielle Rechenzentrumsliste von Acronis führt unter der Überschrift „Acronis Cloud DC“ auch Istanbul auf; Acronis listet auf derselben Seite zudem Standorte von Google Cloud Platform und Microsoft Azure, und die Produktseite beschreibt dieses Netzwerk als mehr als 50 Standorte (Acronis Cyber Cloud Data Centers). Die Speicherregion beim Anlegen des Mandanten richtig zu wählen, ist erheblich einfacher als eine spätere Verlagerung; diese Entscheidung klären wir zu Projektbeginn.
Zur Schutzqualität gibt es zudem eine unabhängige Referenz. Im Windows-11-Test für Unternehmensanwender von AV-TEST im Zeitraum Januar–Februar 2026 erzielte Acronis Cyber Protect 25.11 6,0/6,0 bei Schutzwirkung, 6,0/6,0 bei Geschwindigkeit und 6,0/6,0 bei Benutzbarkeit und gewann mit 18,0/18,0 Punkten die Auszeichnung „TOP PRODUCT“; die Schwelle für diese Auszeichnung liegt bei 17,5 Punkten (AV-TEST, 2026). Unabhängige Testergebnisse geben wir immer zusammen mit dem Testzeitraum an, weil sich diese Ergebnisse periodisch ändern und ohne Datum irreführend wirken.
Der Einführungsansatz von Sora Yazılım besteht aus folgenden Schritten: Erstellung des Workload-Inventars und der Wiederherstellungsziele (RPO/RTO); Festlegung der Mandantenstruktur und der Speicherregion; Design der Backup-Ziele gemäß dem 3-2-1-Ansatz; Erstellung von Schutzplan-Vorlagen nach Workload-Gruppen; Definition von unveränderlichem Speicher, Aufbewahrungsdauer und Verschlüsselungsrichtlinie; Festlegung des Schutzumfangs für Microsoft 365 und Google Workspace; Zuweisung der Add-on-Pakete ausschließlich an die benötigten Workloads; Terminierung der Wiederherstellungsübungen sowie Einrichtung der Reporting- und Alarmkanäle. Wird am Endpunkt Erkennung und Reaktion benötigt, wird Advanced Security + EDR in denselben Plan aufgenommen, bei Bedarf an Patch- und Inventarverwaltung Advanced Management.
Lassen Sie uns gemeinsam bewerten, ob Acronis Cyber Protect Cloud zu Ihrer Organisation passt — unter Berücksichtigung Ihrer bestehenden Backup-Infrastruktur und Ihrer Wiederherstellungsziele. Teilen Sie uns die Anzahl Ihrer Workloads, Ihre Aufbewahrungsfristen und Ihre Anforderungen an den Datenstandort mit; wir erstellen ein Angebot mit Mandantenstruktur, Speicherdimensionierung, Add-on-Umfang und Einführungsplan. Erreichen Sie uns über unsere Kontaktseite — technischer Support auf Türkisch, Installation und Betriebsunterstützung nach der Installation inklusive.