FortiGate 40F ist das Desktopmodell der FortiGate-Reihe für die Mikrobüro-Klasse und wurde für Installationen an einem einzigen Standort mit 5–10 Benutzern entwickelt. Laut offiziellem Datenblatt liefert sie mit 1518-Byte-UDP-Paketen 5 Gbps IPv4-Firewall-Durchsatz, 1 Gbps IPS-Durchsatz und 600 Mbps Threat-Protection-Durchsatz; dank lüfterloser passiver Kühlung arbeitet sie mit 0 dBA Geräuschpegel und benötigt durchschnittlich nur 7,74 W (FortiGate 40F Series Data Sheet, 2026).
Für welche Unternehmensgröße eignet sich die FortiGate 40F?
Mit 700.000 gleichzeitigen TCP-Sitzungen und 35.000 neuen Sitzungen pro Sekunde ist die FortiGate 40F die passende Größenordnung für Unternehmen mit 5–10 Benutzern an einem Standort, für Homeoffices und für Mikrofilialen mit einem einzigen Gerät. Das Gerät verfügt über 1 GE-RJ45-WAN/DMZ-Port, 3 interne GE-RJ45-Ports und 1 GE-RJ45-FortiLink-Port — insgesamt 5 Gigabit-Ethernet-Ports. Über den FortiLink-Port lässt sich in der Zugriffsebene ein FortiSwitch ergänzen, sodass auch das kabelgebundene Netz eines kleinen Büros an dieselbe Policy-Engine angebunden wird; das Datenblatt nennt für dieses Modell die Verwaltung von maximal 8 FortiSwitches und 16 FortiAPs (davon 8 im Tunnelmodus).
Unternehmensqualität im Mikromaßstab: Die FortiGate 40F bringt NGFW-Funktionen auf Unternehmensniveau in eine Größenordnung, die Consumer-Router nicht abdecken können. FortiGuard Threat Intelligence, Anwendungskontrolle, Webfilterung, Antivirus und IPS lassen sich auf demselben Gerät aktivieren; alles wird unter dem einheitlichen Betriebssystem FortiOS über eine einzige Oberfläche verwaltet. In dieser Klasse gibt es allerdings eine Grenze, die man kennen sollte: Die Fußnote in der Abonnementtabelle des Datenblatts weist darauf hin, dass die Dienste Content Disarm and Reconstruct, Video Filtering und Inline CASB ab FortiOS 7.4.4 in der 40F-Serie nicht verfügbar sind (FortiGate 40F Series Data Sheet, 2026). Wenn eine Ihrer Compliance-Anforderungen auf einem dieser drei Dienste beruht, sollten Sie die Hardware von vornherein eine Klasse höher wählen; die 70G taucht in der Liste der eingeschränkten Modelle dieser Fußnote nicht auf. Für kleine Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten, werden die Pflichten zu Zugriffsprotokollierung und Logaufbewahrung nach KVKK (türkisches Datenschutzgesetz) über die Logweiterleitung des Geräts an FortiAnalyzer oder FortiGate Cloud erfüllt.
Was das lüfterlose, geräuschlose Design praktisch bedeutet: In der 40F gibt es keine beweglichen Teile wie Lüfter oder Festplatten. Das Datenblatt gibt den Geräuschpegel mit 0 dBA an; in Umgebungen, in denen Ruhe zählt — Homeoffice, kleine Praxis, Boutique, Besprechungsraum —, kann das Gerät offen im Raum platziert werden. Die Leistungsaufnahme liegt bei durchschnittlich 7,74 W und maximal 9,46 W; bei der Variante 40F-3G4G steigen diese Werte wegen des Modems auf 15,8 W und 18,6 W. Das Gerät misst 38,5 x 216 x 160 mm, wiegt 1 kg und lässt sich sowohl auf den Schreibtisch stellen als auch an der Wand montieren. Fortinet weist darauf hin, dass dieser Formfaktor ohne bewegliche Teile die mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) erhöht; das Datenblatt veröffentlicht keinen numerischen MTBF-Wert, weshalb dieser Vorteil qualitativ zu bewerten ist.
Wie unterscheidet sich das Modell 40F-3G4G von der Standard-FortiGate 40F?
Entgegen einer verbreiteten Fehlinformation arbeitet die 40F-3G4G nicht mit einem externen USB-Dongle. Laut Datenblatt enthält diese Variante ein integriertes 3G/4G/LTE-WWAN-Modul, 2 Nano-SIM-Steckplätze und 3 externe SMA-Antennenanschlüsse; bei der Standard-40F ist keine dieser Komponenten vorhanden (beide Modelle haben null WLAN-Schnittstellen und null PoE-Ports). Die zwei SIM-Steckplätze erlauben es, Anschlüsse verschiedener Mobilfunkanbieter im selben Gerät vorzuhalten und bei Abdeckungsproblemen auf den jeweils anderen zu wechseln. Diese Konstellation eignet sich für temporäre Verkaufsstellen ohne kabelgebundenes WAN oder mit Mobilfunk nur als Backup, für Außendiensteinsätze, Selbstbedienungskioske und nach Katastrophen kurzfristig eingerichtete Standorte. Die Inbetriebnahme beschränkt sich darauf, eine SIM einzusetzen und die WAN-Priorisierung zu definieren; ein separater 4G-Router und eine zweite Verwaltungsoberfläche entfallen.
Wann ist der Wechsel auf FortiGate 60F oder 70G nötig?
Die Entscheidung hängt weniger von der Nutzerzahl ab als davon, welche Sicherheitsprofile aktiviert werden. Der SSL-Inspection-Durchsatz der 40F beträgt 310 Mbps; soll der gesamte verschlüsselte Verkehr geprüft werden, markiert dieser Wert die praktische Obergrenze. Ebenso können das Limit von 2.000 Firewall-Richtlinien und die 700.000 gleichzeitigen Sitzungen in Szenarien mit vielen VLANs oder starkem Gastnetz-Aufkommen frühzeitig ausgeschöpft sein. Die folgende Tabelle stellt die offiziellen Datenblattwerte der drei Einstiegsmodelle nebeneinander:
| Kennzahl (offizielles Datenblatt) | FortiGate 40F | FortiGate 60F | FortiGate 70G |
|---|
| IPv4-Firewall-Durchsatz (1518 Byte UDP) | 5 Gbps | 10 Gbps | 10 Gbps |
| IPv4-Firewall-Durchsatz (64 Byte UDP) | 5 Gbps | 6 Gbps | 10 Gbps |
| IPS-Durchsatz | 1 Gbps | 1,4 Gbps | 2,5 Gbps |
| NGFW-Durchsatz | 800 Mbps | 1 Gbps | 1,5 Gbps |
| Threat-Protection-Durchsatz | 600 Mbps | 700 Mbps | 1,3 Gbps |
| SSL-Inspection-Durchsatz | 310 Mbps | 630 Mbps | 1,4 Gbps |
| IPsec-VPN-Durchsatz (512 Byte) | 4,4 Gbps | 6,5 Gbps | 7,1 Gbps |
| Gleichzeitige Sitzungen (TCP) | 700.000 | 700.000 | 1,4 Millionen |
| Neue Sitzungen/Sekunde (TCP) | 35.000 | 35.000 | 100.000 |
| Firewall-Richtlinien | 2.000 | 2.000 | 5.000 |
| Anzahl GE-RJ45-Ports | 5 | 10 | 10 |
Die Tabelle zeigt: Wenn es um Portanzahl und Firewall-Kapazität bei großen Paketen geht, reicht die FortiGate 60F aus; der eigentliche Sprung findet beim geprüften Datenverkehr statt, also bei SSL Inspection (310 Mbps → 1,4 Gbps) und Threat Protection (600 Mbps → 1,3 Gbps), und diesen Sprung liefert die FortiGate 70G. Die Positionierung aller FortiGate-Hardware- und -Virtualmodelle finden Sie auf unserer FortiGate-Produktseite, das gesamte Fortinet-Portfolio im Vergleich auf unserer Seite zu den Fortinet-Lösungen.
Wie werden ZTNA und zentrale Verwaltung auf der FortiGate 40F umgesetzt?
Fernzugriff mit ZTNA: Die 40F bringt die ZTNA-Application-Gateway-Funktion von FortiOS ohne zusätzliche Lizenz mit. Im Mikrobüro-Maßstab bedeutet das konkret: Für drei bis fünf extern angebundene Personen müssen Sie weder einen separaten VPN-Konzentrator noch eine zusätzliche Identitätsinfrastruktur aufbauen; die Zugriffsentscheidung fällt in der Policy-Engine der 40F selbst. Der Benutzer erreicht nicht das gesamte Netz, sondern ausschließlich die Anwendung, für die er berechtigt ist, und diese Entscheidung wird bei jeder Sitzung neu berechnet. Dass eine Mitarbeiterin, die von zu Hause auf die Buchhaltungssoftware zugreift, das POS- oder Kamerasegment im selben Netz überhaupt nicht sieht, ist die unmittelbare Folge dieses Modells. Ein wichtiger Versionshinweis: Ab FortiOS 7.6.0 wird SSL-VPN in der 40F-Serie nicht mehr unterstützt, Neuinstallationen sollten daher von vornherein auf IPsec-VPN oder ZTNA aufsetzen.
Zentrale Verwaltung und Skalierung: Das Gerät unterstützt standardmäßig und maximal 10 VDOMs; in einem kleinen Unternehmen reicht das mehr als aus, um Management-, Gast- und Betriebsverkehr in voneinander isolierte virtuelle Firewalls zu trennen. Bei Installationen an mehreren Standorten erfolgt das Rollout per FortiZTP ohne manuellen Eingriff: Sobald das Gerät ausgepackt und mit dem Internet verbunden ist, wird es anhand seiner Seriennummer erkannt, und die vorbereitete Vorlagenkonfiguration wird von FortiManager oder FortiGate Cloud automatisch geladen. So lassen sich Dutzende Mikrostandorte mit demselben Standard-Regelwerk in Betrieb nehmen, ohne einen Techniker vor Ort zu schicken. Auf der Log-Seite leitet das Gerät Traffic- und Bedrohungsaufzeichnungen an FortiAnalyzer oder FortiGate Cloud weiter; die Auditberichte entstehen auf dieser Ebene.
Ob eine FortiGate 40F genügt oder ein höheres Modell nötig ist, wie viele Benutzer mit verschlüsseltem Datenverkehr geprüft werden und ob Ihnen die 3G4G-Variante etwas bringt, klären wir gerne gemeinsam. Als autorisierter Fortinet-Channel-Partner übernehmen wir Lizenzierung, Installation und die Migration vom Bestandsgerät; für eine maßgeschneiderte Konfiguration und ein Angebot schreiben Sie uns über unsere Kontaktseite.
Technische ÜbersichtTechnische Daten
- IPv4-Firewall-Durchsatz (1518 / 512 / 64 Byte UDP)
- 5 / 5 / 5 Gbps
- Firewall-Durchsatz (Pakete/Sekunde)
- 7,5 Mpps
- Firewall-Latenz (64 Byte UDP)
- 2,97 µs
- IPS-Durchsatz
- 1 Gbps
- NGFW-Durchsatz
- 800 Mbps
- Threat-Protection-Durchsatz
- 600 Mbps
- SSL-Inspection-Durchsatz (IPS, durchschn. HTTPS)
- 310 Mbps
- SSL Inspection CPS / gleichzeitige Sitzungen
- 320 / 55.000
- IPsec-VPN-Durchsatz (512 Byte, AES256-SHA256)
- 4,4 Gbps
- Application-Control-Durchsatz (HTTP 64K)
- 990 Mbps
- Gleichzeitige Sitzungen (TCP)
- 700.000
- Neue Sitzungen/Sekunde (TCP)
- 35.000
- Firewall-Richtlinien
- 2.000
- Schnittstellenausstattung
- 1x GE RJ45 WAN/DMZ, 3x GE RJ45 intern, 1x GE RJ45 FortiLink, 1x USB, 1x Konsole
- Virtual Domains (Standard / Maximum)
- 10 / 10
- Formfaktor
- Desktop, lüfterlos — 38,5 x 216 x 160 mm, 1 kg, 0 dBA
- Leistungsaufnahme (durchschnittlich / maximal)
- 7,74 W / 9,46 W (40F-3G4G: 15,8 W / 18,6 W)