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Fortinet · FortiGate NGFW

FortiGate 70G

Filial-NGFW auf Basis des SP5-ASIC als Nachfolger der 60F: 10 Gbps symmetrischer Firewall-Durchsatz, 1,4 Millionen Sitzungen, PoE- und FortiWiFi-Varianten.

Kurzantwort

Die FortiGate 70G ist die auf dem SP5-ASIC basierende Desktop-NGFW, die mit 10 / 10 / 10 Gbps IPv4-Firewall-Durchsatz, 1,3 Gbps Threat Protection und 1,4 Gbps SSL Inspection an die Stelle der 60F tritt. Sie unterstützt 1,4 Millionen gleichzeitige Sitzungen und 100.000 neue Sitzungen pro Sekunde; es gibt Varianten mit PoE (FG-70G-POE) und mit Wi-Fi 6 (FortiWiFi 70G).

FortiGate 70G ist eine der aktuellen Desktop-NGFWs der G-Serie von Fortinet und positioniert sich für Filialen mit 20–50 Benutzern sowie für Ketten mit mehreren Standorten, die auf SD-WAN umsteigen. Laut offiziellem Datenblatt liefert sie bei 1518-, 512- und 64-Byte-UDP-Paketen durchgängig 10 Gbps IPv4-Firewall-Durchsatz — also ein symmetrisches Leistungsprofil, das mit kleiner werdender Paketgröße nicht einbricht; hinzu kommen 2,5 Gbps IPS, 1,3 Gbps Threat Protection und 1,4 Gbps SSL-Inspection-Durchsatz (FortiGate FortiWiFi 70G Series Data Sheet, 2026). Fortinets aktueller NGFW-Bestellleitfaden führt unter der Überschrift der jeweils aktuellsten Modelle je Serie die 30G, 50G, 70G, 90G, 120G und 200G auf; 40F und 60F erscheinen in dieser Tabelle nicht (Fortinet NGFW/Perimeter Firewalls Ordering Guide, PFW-OG-R28, 2026). Darauf stützt sich unsere Positionierung der 70G als Nachfolgeadresse der 60F.

Für welche Unternehmensgröße eignet sich die FortiGate 70G?

Was die 70G eine Liga höher hebt, ist nicht die reine Bandbreite, sondern ihre Sitzungs- und Paketverarbeitungskapazität. Das Gerät unterstützt 1,4 Millionen gleichzeitige TCP-Sitzungen und 100.000 neue Sitzungen pro Sekunde; mit einer Paketverarbeitungsrate von 15 Mpps erreicht es bei 64 Byte UDP eine Firewall-Latenz von 2,46 µs. Dieses Profil ist entscheidend für Filialen mit Anwendungen, die viele kurzlebige Verbindungen aufbauen (POS-Terminals, IoT-Sensoren, intensiver API-Verkehr, gut besuchte Gastnetze). Das Limit für Firewall-Richtlinien liegt bei 5.000; in Filialen mit fein aufgesetzter Segmentierung bietet dieser Spielraum komfortables Arbeiten. In der Zugriffsebene lassen sich maximal 96 FortiAPs (davon 48 im Tunnelmodus) und 24 FortiSwitches von einem einzigen Gerät aus verwalten.

SP5 Secure SD-WAN ASIC: Die 70G-Familie baut auf SP5 auf, Fortinets auf SD-WAN ausgerichtetem anwendungsspezifischem Schaltkreis. Der Beschreibung des Datenblatts zufolge kombiniert SP5 eine RISC-basierte CPU mit Fortinets Content- und Netzwerkprozessoren; er beschleunigt Anwendungserkennung und Routing, IPsec VPN sowie die tiefe SSL-Prüfung in Hardware und bezieht auch die Anbindung der Zugriffsebene (FortiSwitch und FortiAP) in denselben Beschleunigungsbereich ein. Fortinet gibt an, dass dieses Design gegenüber herkömmlichen CPUs bei geringeren Kosten und niedrigerer Leistungsaufnahme höhere Performance liefert; da das Datenblatt keinen numerischen Faktor veröffentlicht (etwa „30 % weniger Strom“ oder „3-facher IPS-Durchsatz“), ist die Größe des Vorteils anhand der gemessenen Werte zu beurteilen. Der gemessene Wert lautet: Die Standard-FG-70G verbraucht durchschnittlich nur 12,3 W und leistet dabei 1,4 Gbps SSL-Prüfung.

Auf der Seite der Hardwaresicherheit bringt die 70G-Serie zwei Komponenten mit, die in 40F und 60F fehlen: ein Trusted Platform Module (TPM), das kryptografische Schlüssel erzeugt, speichert und verifiziert, sowie einen physischen Hardwareschalter für signierte Firmware (signed firmware hardware switch), der ausschließlich das Laden verifizierter FortiOS-Software zulässt. In Filialen, Außenbüros und entfernten Standorten, an denen der physische Zugang nicht vollständig kontrolliert ist, machen diese beiden Merkmale einen konkreten Unterschied. Die Serie verfügt zudem über eine unabhängig verifizierte Umweltproduktdeklaration (EPD) nach ISO 14025 Type III; für Organisationen mit Nachhaltigkeitsberichterstattung ist das ein Dokument, das der Beschaffungsakte beigelegt werden kann.

Wie viel schneller ist die FortiGate 70G tatsächlich gegenüber der FortiGate 60F?

Die am Markt oft wiederholten Aussagen „die 70G ist doppelt so schnell wie die 60F“ und „fünffache SSL-Leistung“ decken sich nicht mit den offiziellen Datenblättern. Die Firewall-Kapazität bei großen Paketen beträgt bei beiden Modellen 10 Gbps; der Unterschied bei SSL Inspection liegt bei 630 Mbps gegenüber 1,4 Gbps, also etwa dem 2,2-Fachen. Der echte Zugewinn konzentriert sich auf die Leistung bei kleinen Paketen, die Sitzungskapazität und den geprüften Datenverkehr. Die folgende Tabelle vergleicht die 70G sowohl mit ihrer Vorgängerin 60F als auch mit der 80F aus demselben Segment:

Kennzahl (offizielles Datenblatt)FortiGate 60FFortiGate 70GFortiGate 80F
IPv4-Firewall-Durchsatz (1518 / 512 / 64 Byte UDP)10 / 10 / 6 Gbps10 / 10 / 10 Gbps10 / 10 / 7 Gbps
Firewall-Durchsatz (Pakete/Sekunde)9 Mpps15 Mpps10,5 Mpps
Firewall-Latenz (64 Byte UDP)3,3 µs2,46 µs3,23 µs
IPS-Durchsatz1,4 Gbps2,5 Gbps1,4 Gbps
NGFW-Durchsatz1 Gbps1,5 Gbps1 Gbps
Threat-Protection-Durchsatz700 Mbps1,3 Gbps900 Mbps
SSL-Inspection-Durchsatz630 Mbps1,4 Gbps715 Mbps
IPsec-VPN-Durchsatz (512 Byte)6,5 Gbps7,1 Gbps6,5 Gbps
Gleichzeitige Sitzungen (TCP)700.0001,4 Millionen1,5 Millionen
Neue Sitzungen/Sekunde (TCP)35.000100.00045.000
Firewall-Richtlinien2.0005.0005.000
Max. FortiAPs (gesamt / Tunnel)64 / 3296 / 4896 / 48
PoE-Leistungsbudget60 W (70G-POE)96 W (80F-PoE)

Die Tabelle reduziert die Modellwahl auf eine klare Frage. Wenn geprüfter Datenverkehr und Sitzungsaufbaurate Ihre Priorität sind, liegt die 70G deutlich vor der 80F aus demselben Segment: bei SSL Inspection nahezu doppelt so hoch, bei neuen Sitzungen pro Sekunde mehr als doppelt so hoch. Benötigen Sie dagegen ein höheres PoE-Leistungsbudget, etwas mehr gleichzeitige Sitzungen oder SFP-Shared-Media-Ports, fällt die Wahl auf die FortiGate 80F. Reichen an einem kleinen Standort 10 Ports und eine geringere Kapazität aus, bleibt die FortiGate 60F weiterhin eine gültige Wahl. Die Positionierung aller Modelle finden Sie auf unserer FortiGate-Produktseite.

Gibt es die FortiGate 70G mit PoE und WLAN?

Ja, die Serie umfasst vier Hardwarevarianten und deren jeweilige WLAN-Pendants. Die FG-70G bringt insgesamt 10 GE-RJ45-Ports mit: 2 WAN-Ports, 6 interne Ports und 2 FortiLink-Ports. Die FG-70G-POE behält dieselbe Gesamtportzahl, reduziert jedoch die internen Ports auf 2 und ergänzt 4 GE-RJ45-PoE/+-Ports; das insgesamt nutzbare PoE-Leistungsbudget beträgt 60 W und reicht aus, um IP-Telefone, IP-Kameras oder einen FortiAP ohne separaten Switch zu versorgen. FG-71G und FG-71G-POE ergänzen dieselbe Struktur um eine 64-GB-SSD. Auf der WLAN-Seite kursiert eine verbreitete Fehlinformation: Eine integrierte Wi-Fi-Option für die 70G gibt es sehr wohl. Die SKUs FortiWiFi 70G (FWF-70G), FWF-70G-POE und FWF-71G aus der Bestellliste enthalten laut Beschreibung des Datenblatts einen „integrierten Dual-Band-, Dual-Stream“-Access-Point nach 802.11ax (Wi-Fi 6). In kleinen Einraum-Filialen lässt sich damit eine WLAN-Abdeckung ohne separaten FortiAP herstellen; in mehrgeschossigen oder großflächigen Umgebungen werden zusätzliche FortiAPs über FortiLink ergänzt. Die Leistungsaufnahme variiert je nach Variante: FG-70G durchschnittlich 12,3 W, FG-71G 13,4 W, FG-70G-POE 70,3 W, FG-71G-POE 76 W.

Welche FortiOS-Version unterstützt die FortiGate 70G, funktioniert SSL-VPN?

Das ist die wichtigste Designentscheidung, die bei der 70G zu beachten ist: Das Datenblatt führt den SSL-VPN-Durchsatz und die Zahl gleichzeitiger SSL-VPN-Benutzer als „N/A“ auf — SSL-VPN ist bei diesem Modell also keine Option. Der Fernzugriff muss von Anfang an auf IPsec VPN (7,1 Gbps, AES256-SHA256) oder auf dem ZTNA Application Gateway aufgebaut werden. Das ist auch mit Fortinets allgemeiner Ausrichtung konsistent; SSL-VPN wurde mit FortiOS 7.6.0 auch in den Serien 40F und 60F entfernt. Beim Versionssupport gilt die von Fortinet veröffentlichte Regel: Bei Standardversionen folgt auf 36 Monate Engineering-Support eine 18-monatige „Must Fix“-Phase, bei LTS-Versionen steigt die Gesamtabdeckung auf 72 Monate (Fortinet Product Life Cycle, 2026). Da die Enddaten einzelner Versionen überarbeitet werden können, legen wir auf dieser Seite keine Daten fest; bei 70G-Installationen treffen wir die Versionsentscheidung anhand des jeweils tagesaktuellen offiziellen Eintrags der gewählten Version. Der FortiOS-Abschnitt des Datenblatts beschreibt das Betriebssystem wörtlich als nativ KI-gestützte und quantensichere (quantum-safe) Plattform; für Organisationen, die den Übergang zur Post-Quanten-Kryptografie auf der Agenda haben, ist das ein Plattformmerkmal unabhängig von der Modellwahl. Die Versionswahl legen wir gemeinsam anhand des Upgradefensters, des aktiven Funktionsumfangs und des Supportkalenders der Organisation fest.

Filialbetrieb und Rollout: Der operative Grund, der die 70G zum Filialstandard macht, ist die Tatsache, dass sich die kabelgebundene (FG-70G), die PoE- (FG-70G-POE), die SSD- (FG-71G) und die WLAN-Variante (FWF-70G) derselben Familie mit einer einzigen Konfigurationsvorlage verwalten lassen: Je nach Filialtyp wird andere Hardware versandt, das Regelwerk in der Zentrale bleibt unverändert. Sobald die Geräte vor Ort ins Internet gehen, registrieren sie sich anhand ihrer Seriennummern in der zentralen Verwaltung und übernehmen ihre jeweilige Vorlage; die einzige Arbeit vor Ort ist die Verkabelung. Die beiden Ethernet-WAN-Ports lassen sich unter SD-WAN aktiv-aktiv oder primär/Backup betreiben, und anwendungsbewusstes Routing verlagert Kassen- und Warenwirtschaftsanwendungen in dem Moment auf die andere Leitung, in dem die Leitungsqualität nachlässt. Auf der Compliance-Seite ist der eigentliche Beitrag der 70G die Kapazität: 5.000 Firewall-Richtlinien und 10 VDOMs genügen, um das Kassensegment in der von PCI-DSS erwarteten Feinheit von Gast-, IoT- und Mitarbeitendenverkehr in der Filiale zu trennen; die Tabelle mit 1,4 Millionen Sitzungen sorgt dafür, dass die Segmentierung unter Verkehrslast nicht eng wird. Auf der Log-Seite bündelt die Weiterleitung an FortiAnalyzer die Aufzeichnungspflicht nach KVKK (türkisches Datenschutzgesetz) unabhängig von der Filialzahl an einer zentralen Stelle. Unser gesamtes Fortinet-Portfolio können Sie auf unserer Seite zu den Fortinet-Lösungen ansehen.

Die eigentliche Entscheidung bei der 70G lautet, welche Variante zum Einsatz kommt: die mit PoE, die mit SSD oder die mit integriertem Wi-Fi 6. Diese Frage klären wir, indem wir Filialtyp, zu versorgende Geräte und das von der 60F zu übernehmende Regelwerk gemeinsam prüfen; als autorisierter Fortinet-Channel-Partner führen wir auch Lizenzierung, Migration und Installation durch. Für eine auf Ihr Filialinventar zugeschnittene Konfiguration und ein Angebot schreiben Sie uns über unsere Kontaktseite.

  • 10 / 10 / 10 Gbps IPv4-Firewall — unabhängig von der Paketgröße
  • 1,4 Gbps SSL Inspection, 1,3 Gbps Threat Protection
  • 1,4 Millionen Sitzungen, 100.000 neue Sitzungen pro Sekunde
  • SP5 Secure SD-WAN ASIC, TPM und Hardwareschalter für signierte Firmware
  • Varianten mit PoE (60 W) und Wi-Fi 6 (FortiWiFi 70G)
Wichtige Funktionen

Was dieses Modell bietet

  • 10 / 10 / 10 Gbps IPv4-Firewall-Durchsatz — symmetrische Leistung, die selbst bei 64-Byte-Paketen nicht einbricht
  • 1,3 Gbps Threat Protection und 1,5 Gbps NGFW-Durchsatz
  • 2,5 Gbps IPS-Durchsatz (Enterprise Mix, Logging aktiv)
  • 1,4 Gbps SSL-Inspection-Durchsatz, 140.000 gleichzeitige SSL-Sitzungen
  • 7,1 Gbps IPsec-VPN-Durchsatz (AES256-SHA256, 512 Byte)
  • 1,4 Millionen gleichzeitige TCP-Sitzungen, 100.000 neue Sitzungen pro Sekunde
  • 15 Mpps Paketverarbeitung und 2,46 µs Firewall-Latenz
  • Beschleunigung von Anwendungserkennung, IPsec und SSL-Prüfung durch den SP5 Secure SD-WAN ASIC
  • Trusted Platform Module (TPM) und physischer Hardwareschalter für signierte Firmware
  • In der Variante FG-70G-POE: 4x GE-RJ45-PoE/+-Ports, 60 W Leistungsbudget
  • In der Variante FortiWiFi 70G: integrierter Dual-Band-, Dual-Stream-Access-Point nach Wi-Fi 6 (802.11ax)
  • Zentrale Verwaltung von 96 FortiAPs (48 im Tunnelmodus) und 24 FortiSwitches über FortiLink
  • 5.000 Firewall-Richtlinien als Spielraum für feingliedrige Segmentierung
  • Unabhängig verifizierte Umweltproduktdeklaration (EPD) nach ISO 14025 Type III
Technische Übersicht

Technische Daten

IPv4-Firewall-Durchsatz (1518 / 512 / 64 Byte UDP)
10 / 10 / 10 Gbps
Firewall-Durchsatz (Pakete/Sekunde)
15 Mpps
Firewall-Latenz (64 Byte UDP)
2,46 µs
IPS-Durchsatz
2,5 Gbps
NGFW-Durchsatz
1,5 Gbps
Threat-Protection-Durchsatz
1,3 Gbps
SSL-Inspection-Durchsatz (IPS, durchschn. HTTPS)
1,4 Gbps
SSL Inspection CPS / gleichzeitige Sitzungen
715 / 140.000
IPsec-VPN-Durchsatz (512 Byte, AES256-SHA256)
7,1 Gbps
SSL-VPN-Durchsatz
N/A — bei diesem Modell nicht unterstützt
Application-Control-Durchsatz (HTTP 64K)
3,6 Gbps
CAPWAP-Durchsatz (HTTP 64K)
6,8 Gbps
Gleichzeitige Sitzungen (TCP)
1,4 Millionen
Neue Sitzungen/Sekunde (TCP)
100.000
Firewall-Richtlinien
5.000
Schnittstellenausstattung (FG-70G)
2x GE WAN, 6x GE RJ45, 2x GE RJ45 FortiLink (insgesamt 10x GE RJ45), 1x USB, 1x Konsole
Schnittstellenausstattung (FG-70G-POE)
2x GE WAN, 2x GE RJ45, 2x GE RJ45 FortiLink, 4x GE RJ45 PoE/+-Ports
PoE-Leistungsbudget (70G-POE / 71G-POE)
60 W
Maximal FortiAPs / FortiSwitches
96 (48 im Tunnelmodus) / 24
Virtual Domains (Standard / Maximum)
10 / 10
Formfaktor
Desktop — 40,5 x 216 x 160 mm, 0,91 kg
Leistungsaufnahme (durchschnittlich / maximal)
12,3 W / 12,8 W (71G: 13,4 / 14,1 W · 70G-POE: 70,3 / 72,5 W · 71G-POE: 76 / 79 W)
Anwendungsfälle

In welcher Größenordnung wird dieses Modell bevorzugt?

Einzelhandel

Filiale mit hohem POS-Aufkommen

Die vielen kurzlebigen Verbindungen von Kassenterminals, Barcodegeräten und Warenwirtschaftsanwendungen bewältigt die 70G mit ihrer Kapazität von 100.000 neuen Sitzungen pro Sekunde problemlos. Das Segment, das Kartendaten verarbeitet, bleibt in einem eigenen VDOM und VLAN, womit die PCI-DSS-Segmentierung sichergestellt ist.

Finanzwesen

Standard für Filialneueröffnungen

Bei Filialeröffnungen lädt die 70G, sobald sie ausgepackt und mit dem Internet verbunden ist, per FortiZTP automatisch die Vorlagenrichtlinie aus dem FortiManager. So gehen alle Filialen mit demselben Standard-Sicherheitsprofil in Betrieb, ohne dass ein Techniker vor Ort sein muss.

Gesundheitswesen

Entfernte Filiale einer Klinikkette

Von der entfernten Klinik zum Patienteninformationssystem in der Zentrale wird eine verschlüsselte Verbindung per IPsec VPN aufgebaut (7,1 Gbps IPsec-Kapazität). Da SSL-VPN bei diesem Modell nicht vorhanden ist, wird der Zugriff von vornherein auf IPsec oder ZTNA ausgelegt; die Logs werden im Rahmen der KVKK in FortiAnalyzer aufbewahrt.

Professionelle Dienstleistungen

Kleine Filiale mit einem Gerät: Sicherheit, PoE und WLAN

Mit der Variante FortiWiFi 70G-POE vereinen sich Firewall, integrierter Wi-Fi-6-Access-Point und 60 W PoE-Budget in einem Gehäuse; IP-Telefone und Kameras werden ohne separaten Switch versorgt. In kleinen Filialen sinken so Gerätezahl und Verkabelungsaufwand.

Logistik und Produktion

Außenstandort ohne kontrollierten physischen Zugang

Bei Installationen im Lager, im Außenbüro oder am Rand der Produktionslinie bieten TPM und der physische Hardwareschalter für signierte Firmware eine zusätzliche Hardwareebene gegen das Einspielen nicht autorisierter Software. IoT- und Sensorverkehr wird in einem eigenen Segment isoliert.

Für wen ist es geeignet?

Filialen und Zentralen mit 20–50 Benutzern, Einzelhandelsstandorte mit hohem POS- und IoT-Aufkommen, Ketten mit mehreren Standorten beim Umstieg auf SD-WAN, Organisationen mit geplantem 60F-Ersatz sowie kleine Filialen, die PoE und Wi-Fi 6 in einem Gerät wünschen.

Häufig gestellte Fragen

Häufige Fragen zu diesem Modell

Ist die FortiGate 70G doppelt so schnell wie die 60F?
Nein — diese verbreitete Aussage deckt sich nicht mit den offiziellen Datenblättern. Bei 1518-Byte-UDP-Paketen liefern beide Modelle 10 Gbps. Die tatsächlichen Unterschiede liegen anderswo: bei 64 Byte UDP 6 Gbps gegenüber 10 Gbps, bei der Paketverarbeitung 9 Mpps gegenüber 15 Mpps, bei gleichzeitigen Sitzungen 700.000 gegenüber 1,4 Millionen, bei neuen Sitzungen pro Sekunde 35.000 gegenüber 100.000 und bei SSL Inspection 630 Mbps gegenüber 1,4 Gbps (etwa das 2,2-Fache).
Wie hoch ist die SSL-Inspection-Kapazität der FortiGate 70G tatsächlich?
Laut offiziellem Datenblatt beträgt sie 1,4 Gbps; die Kapazität gleichzeitiger SSL-Sitzungen liegt bei 140.000, der SSL-Inspection-CPS-Wert bei 715. Für die gelegentlich kursierenden Aussagen „3,2 Gbps SSL“ oder „fünfmal so viel wie die 60F“ gibt es in keinem Fortinet-Dokument eine Entsprechung. Das tatsächliche Verhältnis zur 60F beträgt etwa das 2,2-Fache (1,4 Gbps / 630 Mbps).
Kann ich auf der FortiGate 70G SSL-VPN nutzen?
Nein. Das Datenblatt führt für dieses Modell den SSL-VPN-Durchsatz und die Zahl gleichzeitiger SSL-VPN-Benutzer als „N/A“ auf; SSL-VPN ist auf dieser Hardware keine Option. Der Fernzugriff muss von Anfang an auf IPsec VPN (7,1 Gbps) oder dem ZTNA Application Gateway aufgebaut werden. Für Organisationen, die von SSL-VPN migrieren, entwerfen wir die Zugriffsarchitektur neu.
Gibt es die FortiGate 70G mit WLAN?
Ja. In der Bestellliste stehen die SKUs FortiWiFi 70G (FWF-70G), FWF-70G-POE und FWF-71G; laut Beschreibung des Datenblatts enthalten diese Modelle einen „integrierten Dual-Band-, Dual-Stream“-Access-Point nach 802.11ax (Wi-Fi 6). In kleinen Einraum-Filialen ist kein separater FortiAP nötig; für mehrgeschossige oder großflächige Umgebungen werden zusätzliche FortiAPs über FortiLink angebunden (das Modell unterstützt maximal 96 FortiAPs).
Wie viel Watt liefert das PoE-Modell?
Die Varianten FG-70G-POE und FG-71G-POE verfügen über 4 GE-RJ45-PoE/+-Ports, und das insgesamt nutzbare PoE-Leistungsbudget beträgt 60 W. Dieses Budget reicht für einige IP-Telefone, IP-Kameras oder einen FortiAP. Wird ein höheres Budget benötigt, kommt die FortiGate 80F-PoE mit 96 W in Betracht. Bei der PoE-Variante steigt auch die Leistungsaufnahme des Geräts selbst auf durchschnittlich 70,3 W.
Was macht der SP5-ASIC und wie stark beschleunigt er?
SP5 ist Fortinets auf Secure SD-WAN ausgerichteter anwendungsspezifischer Schaltkreis. Der Beschreibung des Datenblatts zufolge kombiniert er eine RISC-basierte CPU mit Fortinets Content- und Netzwerkprozessoren; er beschleunigt Anwendungserkennung und Routing, IPsec VPN, NGFW und die tiefe SSL-Prüfung in Hardware. Fortinet veröffentlicht keinen numerischen Beschleunigungsfaktor; der Gewinn ist anhand der gemessenen Werte zu beurteilen — etwa daran, dass mit durchschnittlich 12,3 W Verbrauch 1,4 Gbps SSL-Prüfung möglich sind.
Wie soll ich zwischen 70G und 80F wählen?
Haben geprüfter Datenverkehr und Sitzungsaufbaurate Priorität, liegt die 70G vorn: SSL Inspection 1,4 Gbps gegenüber 715 Mbps, Threat Protection 1,3 Gbps gegenüber 900 Mbps, neue Sitzungen pro Sekunde 100.000 gegenüber 45.000. Dagegen bietet die 80F etwas mehr gleichzeitige Sitzungen (1,5 Millionen), ein höheres PoE-Budget (96 W) und SFP-Shared-Media-Ports. Die Entscheidung fällt anhand des PoE-Bedarfs und der Anforderung an einen Glasfaser-Uplink.
Hat die 70G ein TPM und wozu dient es?
Ja. Die 70G-Serie kommt mit einem Trusted Platform Module, das in 40F und 60F fehlt; es erzeugt, speichert und verifiziert kryptografische Schlüssel in der Hardware. Zudem gibt es einen physischen Hardwareschalter für signierte Firmware: In der höchsten Sicherheitsstufe lässt er ausschließlich das Laden verifizierter FortiOS-Software zu. In Filialen und Außenstandorten, an denen der physische Zugang nicht vollständig kontrolliert ist, ist das eine sinnvolle zusätzliche Schutzebene.
Welche FortiOS-Version wird empfohlen?
Die von Fortinet veröffentlichte Supportregel lautet: 36 Monate Engineering-Support plus 18 Monate „Must Fix“ bei Standardversionen, insgesamt 72 Monate bei LTS-Versionen. Da versionsspezifische Enddaten von Fortinet aktualisiert werden, nennen wir hier keine festen Daten — vor der Installation prüfen wir den aktuellen Lebenszykluskalender gemeinsam. Die maßgebliche Einschränkung bei der 70G ist nicht die Versionsnummer, sondern dass SSL-VPN auf dieser Hardware überhaupt nicht vorhanden ist: Welche FortiOS-Version Sie auch wählen, der Fernzugriff muss auf IPsec VPN oder ZTNA aufgebaut werden.
Können wir neue Filialen eröffnen, ohne einen Techniker vor Ort zu schicken?
Ja. Bei Filialeröffnungen übernimmt die 70G in dem Moment, in dem sie ausgepackt und mit dem Internet verbunden wird, die Filialvorlage aus der zentralen Verwaltung; der einzige Vorgang vor Ort ist die Verkabelung. Die Besonderheit der 70G lautet: Die Vorlage darf kein SSL-VPN enthalten — das Fernzugriffsprofil muss von vornherein als IPsec oder ZTNA definiert werden. Bei den PoE-Varianten verkürzt es die Installationszeit zusätzlich, wenn auch die Portprofile (welcher Port das IP-Telefon und welcher die Kamera versorgt) in die Vorlage geschrieben werden. Den Filialstandard erarbeiten wir gemeinsam mit unseren zertifizierten Ingenieuren; für Details und ein Angebot kontaktieren Sie uns.

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